
Axel Springer denkt digital, Tollabox trifft Nerv, JustFab, Sport-Scheck, Edeka, Gap
Das Neueste aus der Welt des E-Commerce: Jeden Morgen kurz vor 9 Axel Springer: Vorstand Mathias Döpfner will Axel Springer zum führenden digitalen Medienhaus für Start-ups machen und sein Engagement für Start-ups und Internetfirmen ausbauen. Neue digitale Angebote sollen sich zudem mit den klassischen Marken enger vernetzen. Bislang liegt das digitale Kerngeschäft bei Content-Portalen, Vermarkungsportalen und Classified. Aber auch den Bild-Shop sollte man nicht unterschätzen. Über ein Invest...
Axel Springer: Vorstand Mathias Döpfner will Axel Springer zum führenden digitalen Medienhaus für Start-ups machen und sein Engagement für Start-ups und Internetfirmen ausbauen. Neue digitale Angebote sollen sich zudem mit den klassischen Marken enger vernetzen. Bislang liegt das digitale Kerngeschäft bei Content-Portalen, Vermarkungsportalen und Classified. Aber auch den Bild-Shop sollte man nicht unterschätzen. Über ein Investment beim Inkubator Project A, die Rede war von 50 Millionen, sei indes noch nichts entschieden, so Döpfner. Axel Springer ist zudem an der Startup-Konferenz Hy! Berlin zu 49 Prozent beteiligt. Gründerszene
Jetzt lesen: Tollabox sammelt mehr, JustFab wächst weiter.
Tollabox: Tollabox, das etailment gerade vorgestellt hat, hat offenbar einen Nerv getroffen. Das Abo-Commerce-Modell für pädagogisch wertvolles Kinderspielzeug hat auf der Crowdfunding-Plattform Seedmatch das Funding-Limit abermals erhöht. Grund: Das große Interesse. Das Fundinglimit von bislang 450.000 Euro wurde daher noch ein letztes Mal angehoben, diesmal auf 600.000 Euro.
Zitat des Tages: "Der Erfolg von duden.de hat nichts mit geheimnisvollem SEO-Voodoo zu tun.“ Sistrix untersucht in einer Fallstudie den SEO-Erfolg von Duden.de seit der Abschaffung der Paywall.
JustFab: Der Onlineshop JustFab übernimmt den Fashion-Onlineshop „The Fab Shoes“, der 2012 online gegangen ist. The Fab Shoes bietet den 550.000 Mitglieder in Frankreich und Spanien einen personalisierten Stylingservice. Bei JustFab registrierten sich innerhalb des ersten Jahres nach dem Markteintritt des US-Start-ups in Deutschland und Großbritannien bereits 1,5 Millionen Mitglieder für das Subscription-Modell. Zusammen mit den Kunden von „The Fab Shoes“ kann das Unternehmen nun seine Mitgliederzahl auf über 2 Millionen Nutzer europaweit steigern. Mit insgesamt 15 Millionen Mitgliedern weltweit sieht sich JustFab als Marktführer im Bereich der Fashion-Abos und will auch in der Kommunikation hierzulande offensiver werden.
Edeka: Edeka testet jetzt in 100 Märkten in Berlin Mobile Payment per Smartphone. Genutzt wird dazu die Edeka-App. Kooperationspartner sind Valuephone (GK-Software) und Deutsche Post (Zahlungsdienst). Damit folgt Edeka dem Beispiel der Tochter Netto, die ein entsprechendes System bereits bundesweit einsetzt. In einem weiteren Feldversuch names "Go4Q" testet Edeka einen weiteren QR-Code-basierten Ansatz. Lebensmittel Zeitung
KrautundBlüten: Das ist das Tolle (und für die alte Welt so gefährliche) am E-Commerce. Man braucht erst einmal nicht mehr als nur einen Blog und einen angedockten Shop. Natürlich auch noch möglichst ein gutes Produkt, ein schickes Branding und einen guten Namen. Krautundblüten klingt schon mal gut und sieht hübsch aus. Das Micro-Start-up für Freunde von Knoblauchrauken, Wildbeeressig und anderen essbaren Schönheiten haben Koch-Coach Stephanie Dietsche und Miriam Betancourt, Journalistin und Web-TV-Köchin ("Aber bitte mit ohne") beim Kölner Stadtanzeiger, gestartet.
Sport-Scheck: Sport-Scheck investiert in sein Warenwirtschafts- und CRM-System und setzt dabei auf SAP: Das soll der Multichannel-Strategie den Rücken stärken. 25 Mio Euro lässt sich die Kette eine einheitliche Software kosten. Lebensmittel Zeitung
Gap: Hoppsa. Welch ein Sprung. Im E-Commerce legt Gap im 1. Quartal um 27 Prozent zu. Online steht nun für einen Umsatzanteil von 13,6 Prozent. Online-Umsatz: 509 Mio Dollar, Gesamtumsatz: 3,7 Milliarden Dollar. Gap will zudem jetzt die Online-Reservierung von Waren im Laden ermöglichen. Internet Retailer
Luxus: Von einem Marktanteil von 5 Prozent auf rund 8 Prozent sollen die E-Commerce Umsätze mit Luxus in den kommenden Jahren steigen. Das sagt eine Luxus-Studie von Roland Berger (pdf) zum High-End-Retailing. 40% der Kunden kaufen einmal pro Monat oder öfter im Web. Gefragt sind vor allem Parfüm, Mode, Uhren und Kosmetik.
Modemeister: Das Curated-Shopping-Start-up Modemeister ist am Ende. Während die Mitbewerber Modomoto und Outfittery weiter wachsen, schaffte es Modemeister nicht, Kunden zu überzeugen. Offenbar gab es auch Schwächen im Fullfilment. Handelskraft
Zahl des Tages: Der E-Commerce-Umsatz in Deutschland hat die Marke von 50 Milliarden Euro schon geknackt. Das weitere Wachstum: 20 bis 25 Prozent. Das sagt der European B2C Ecommerce Report des europäischen E-Commerce Verbands „Ecommerce Europe".
Grafik des Tages: Die Telekom hat eine Lobbyseite online gestellt, die erklären soll, warum ihre Drosselungsgrenze von 75 GB total okay und fair ist. Martin Schmitt hat die PR einmal enttarnt und die Monatswerte der Telekom für eine Person auf eine vierköpfige Familie umgerechnet. Zum Online-Shoppen reicht die Flatrate dann kaum noch.
Lesetipp des Tages: SEO-Stoff fürs Wochenende: Erstellung von Searcher Personas und ihr Einsatz in der SEO-Strategie (pdf). Ein Whitepaper mit ordentlich Text der TRG. via Christoph Kappes
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Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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