Die Reallöhne deutscher Arbeitnehmer sind im vergangenen Jahr erneut gesunken. Eine der Hauptursachen für die Entwicklung war der Anstieg von Kurzarbeit, sagt das WSI. Die niedrigsten Lohnerhöhungen gab es im Handel.
Reallohnverlust seit sechs Jahren
Am höchsten sei die Tarifsteigerung im Bereich Energie- und Wasserversorgung ausgefallen (4,1 Prozent), am niedrigsten war sie im Handel (1,4 Prozent). In Ostdeutschland lag die Erhöhung mit 3,0 Prozent höher als in Westdeutschland (2,6 Prozent).
Die Entwicklung der effektiven Bruttoeinkommen dagegen sei nicht so erfreulich gewesen: Sie seien nominal um 0,4 Prozent gesunken, preisbereinigt sogar um 0,8 Prozent. Damit sei 2009 das sechste Jahr in Folge, in dem die Beschäftigten effektive Reallohnverluste hinnehmen mussten. Als Hauptgründe nannte das WSI Kurzarbeit und Abstriche beim Entgelt, zum Beispiel durch die Nutzung von tariflichen Öffnungsklauseln.
