
Lidl ruft nach Todesfällen Käse zurück
Der Discounter Lidl hat vor dem Verzehr von zwei Käsesorten gewarnt, die offenbar mit gefährlichen Bakterien verseucht sind. An ihnen sollen bereits sechs Menschen gestorben sein.
David WöllensteinRedakteurEinkaufszettel der Erkrankten untersucht
Listerien können besonders bei Kranken, Schwangeren oder Neugeborenen schwere und in manchen Fällen lebensgefährliche Infektionen auslösen. Die Lidl-Warnung gilt insbesondere für die Länder Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern.
Ein Zusammenhang zwischen den Todesfällen und dem Käse konnte erst jetzt hergestellt werden: "Ein Mitarbeiter der Österreichischen Agentur für Gesundheits- und Ernährungssicherheit (AGES) hat akribisch die Einkaufszettel der Erkrankten untersucht", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Wien.
Vorbeugender Verbraucherschutz
Lidl hatte bereits am 23. Januar eine entsprechende Warnung herausgegeben und die Produkte auch nicht mehr verkauft. Die Haltbarkeitsdaten der betreffenden Produkte liefen am gestrigen Dienstag (16. Februar) ab.
Aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes empfiehlt Lidl den Kunden, den Käse nicht zu verzehren, sondern die Produkte in einer der Lidl-Filialen zurückzugeben. "Der Kaufpreis wird dort selbstverständlich erstattet", erklärte das Unternehmen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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