Maserati entdeckt die Dienstwagenfahrer

Maserati entdeckt die Dienstwagenfahrer

Mit den Dieselvarianten von Ghibli und Quattroporte will die italienische Edelmarke Maserati ihren Aufschwung fortsetzen und sich als Alternative unter den Premium-Business-Limousinen empfehlen.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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"2014 werden wir hierzulande rund 1.200 Fahrzeuge absetzen", verkündet Unternehmenssprecher Thomas Kern. Für das vergangene Jahr meldete das Kraftfahrtbundesamt in Flensburg lediglich 375 Maserati-Neuzulassungen.

Weltweit verbuchten die Italiener 2013 bereits einen Verkaufsrekord: 15.400 Modelle liefen in den beiden Fertigungsstätten in Modena und unweit von Turin von den Bändern, 148 Prozent mehr als im Jahr davor. Damit stieg der Umsatz um 120 Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro. Und, wohl noch wichtiger, der deutsche Maserati-Chef Harald Wester fuhr mit seinem Team auch einen Ertrag von 171 Millionen Euro ein.

Diesel für Dienstwagenfahrer

Dass Maserati im Heimatland von Mercedes-Benz, Audi und BMW überhaupt auf die Einkaufsliste von Unternehmern, Fuhrparkverwaltern und Dienstwagenfahrern rückt, ist der mutigen Entscheidung der Italiener zu verdanken, auch einen Dieselmotor anzubieten. "Damit verbreitert sich natürlich unser Kundenpotenzial erheblich", sagt Kern.

Der neue Ghibli ist mit 4,97 Meter Gesamtlänge in der oberen Mittelklasse positioniert - wie die schwäbisch-bayrische Konkurrenz. Der 202 kW/275 PS starke Sechszylinder-Motor, bei der ersten Ausfahrt in Kombination mit dem serienmäßigen Achtgang-Automatikgetriebe ausgestattet, hinterließ einen standesgemäßen Eindruck.

Einstiegspreis passt ins Wettbewerbsumfeld

Mit einem Normverbrauchswert von 5,9 Litern zeigt sich der Viertürer mit dem Dreizack im Kühlergrill auch von der wirtschaftlichen Seite. "Mit unserem Einstiegspreis von 64.980 Euro und der sehr guten Restwertprognose von 48 Prozent nach drei Jahren Laufzeit und 20.000 Kilometer Laufleistung liegen wir genau im Wettbewerbsumfeld", hebt der Pressechef hervor.

Zweites Standbein ist der ebenfalls im vergangenen Jahr neu eingeführte Quattroporte, den es ab 94.850 Euro mittlerweile gleichfalls mit dem Selbstzünder zu kaufen gibt.

SUV namens Levante kommt erst Ende 2015

Auch für 2015 hatte das Management weiteres Wachstum einkalkuliert. Doch das schon für Ende dieses Jahres angekündigte erste SUV der Marke, das angesichts des weltweiten Booms in diesem Segment einen weiteren Schub bringen dürfte, lässt auf sich warten.

Jetzt soll der Levante genannte Allradwagen im Stile des Porsche Cayenne erst Ende nächsten Jahres erscheinen. Auf das neue Coupé mit dem Arbeitstitel "Alfieri", das im Frühjahr als Studie auf dem Genfer Automobilsalon zu bewundern war, müssen die Fans wohl noch mindestens bis 2017 warten.

Bernd Nusser

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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