
Media-Saturn: Rekordverlust trotz steigender Umsätze / Online verliert
11,4 Prozent mehr Umsatz in Deutschland (4,5 Prozent weltweit) im zweiten Quartal und dennoch ein Minus von 59 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahrszeitraum - bei Media-Saturn stehen die Zeichen weiter auf Sturm. Die Kosten bleiben dabei das Hauptärgernis. Der EBIT liegt mit -59 Millionen Euro sogar deutlich über dem 2. Quartal 2011 (- 44 Millionen Euro). Ein Rekordverlust.
Die weitere Schärfung des Preisprofils sowie geringere Werbekostenzuschüsse würden das Ergebnis belasten, heißt es im Quartalsbericht der Mutter Metro. Auch die Kosten für den weiteren Ausbau des Mehrkanalgeschäfts drückten auf die Bilanz.
Immerhin: In Deutschland wuchs der Umsatz im 1. Halbjahr 2012 um 5,5% auf 4,4 Mrd. Euro. Flächenbereinigt stieg der Umsatz um 1,1%. Im 2. Quartal wuchs Media-Saturn um 11,4%. Auch dank glücklicher Umstände: Die Fußballeuropameisterschaft sorgte für eine Sonderkonjunktur. Aber auch die Akquisition von Redcoon macht die Metro für das Ergebnis mitverantwortlich.
Online schaffte Media-Saturn im 2. Quartal 156 Millionen Euro. 88 Millionen Euro brachte Redcoon aufs Konto, 69 Millionen Euro holten Mediamarkt.de und Saturn.de. Das deutet auf eine Umverteilung hin. In Q1 schafften Media Markt und Saturn online 56 Mio. Euro, Redcoon 109 Mio. Euro. In Summe: 166 Mio. 10 Mio weniger als im Frühjahr. Allen EM-Sommermärchen zum Trotz. Deutliches Zeichen dafür, dass zwischen der Preisfront und dem rückwärtigen Bereich noch eine große Lücke klafft.
Das Produktangebot im Internet wurde unterdessen weiter erhöht und umfasst nunmehr rund 4.000 Artikel bei Mediamarkt.de und über 5.500 bei Saturn.de. Die Abholrate lag weiterhin mit rund 40% auf einem hohen Niveau.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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