
Rossmann-Chef: Sondersteuer für den Online-Einkauf rettet die Innenstädte
Mit einer Sondersteuer auf Online-Einkäufe könnten nach Ansicht des Drogerie-Unternehmers Raoul Rossmann die Innenstädte gerettet werden. Im Interview mit dem Handelsblatt erläutert er, warum aktuelle Hilfen nicht wirken, wenn der Online-Handel nicht gleichzeitig gebremst wird.
Beate ZwermannFreie JournalistinRossmann schlägt eine höhere Mehrwertsteuer oder eine Paketsteuer (zum Beispiel fünf Euro pro Lieferung) vor. Letztere sollte so hoch sein, dass der Einkauf im stationären Handel wieder wettbewerbsfähig werde. Die Steuer sollte für alle Unternehmen mit hohem Online-Umsatz anfallen. Der Strukturwandel sei damit nicht aufzuhalten, meint Rossmann im Handelsblatt-Interview. Die Hürden würden diesen jedoch für eine gewisse Zeit ausbremsen, damit der stationäre Einzelhandel Zeit habe, sich an die Veränderungen anzupassen.
Von den bisher diskutierten Maßnahmen und Hilfen für die Innenstädte hält der Drogerie-Chef nichts. Sie seien nicht zielführend und lediglich teuer für den Steuerzahler. Rossmann kritisiert außerdem die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung für die Unternehmen insgesamt als bürokratischen Albtraum.

Freie Journalistin
Beate Zwermann ist gelernte Journalistin und Kommunikationsunternehmerin. Nach Stationen in Journalismus und PR führte sie rund zwei Jahrzehnte eine eigene Marketing- und PR-Agentur für Touristik und gründete 2015 den Reiseveranstalter Galapagos PRO. Für etailment verfasst sie regelmäßig das Morning Briefing zu aktuellen E-Commerce-Themen.
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