Merkel lehnt Sonderrolle für Arcandor ab

Merkel lehnt Sonderrolle für Arcandor ab

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Hoffnung des Handelskonzerns Arcandor an Staatsbürgschaften gedämpft. Die Entscheidung über mögliche Staatshilfen soll Anfang nächster Woche fallen.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Sie habe die feste Absicht, "dass wir nach diesem Prozedere verfahren" - dies sei mit dem Wirtschaftsminister sowie der gesamten Regierung so vereinbart und gelte auch für Arcandor.

Entscheidung in der nächsten Woche?

Die Bundesregierung wird voraussichtlich Anfang nächster Woche über mögliche Staatshilfen für den Warenhauskonzern Arcandor entscheiden. Am Montag wird nach dpa-Informationen der sogenannte Lenkungsausschuss des dafür zuständigen "Deutschlandfonds" zusammenkommen.

Wie am Dienstag aus Koalitionskreisen in Berlin weiter verlautete, soll davor - an diesem Freitag - der sogenannte Lenkungsrat beraten. Auch der interministerielle Bürgschaftsausschuss werde sich noch in dieser Woche erneut mit den von Arcandor beantragten Hilfen befassen.

Widerstand in der CDU wächst

In der Union wächst der Widerstand gegen Staatshilfen für den Arcandor. Der haushaltspolitische Sprecher der Union sowie der Mittelstandsexperte von CDU/CSU, Steffen Kampeter und Michael Fuchs, erteilten Forderungen von Arcandor nach Bürgschaften eine klare Absage.

Derweil glaubt Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick weiterhin an die Rettung des Konzerns - und warnt vor den Kosten einer Insolvenz.

"Was für die Finanzbranche die Insolvenz von Lehman Brothers war, wäre für den Handel die Insolvenz von Arcandor, nämlich ein Riesenfehler", sagte Eick der Tageszeitung "Die Welt".

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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