
Metro-Mutterkonzern Haniel will sich öffnen
Der Familienkonzern Haniel öffnet sich für familienfremde Führungskräfte: Ab nächstem Jahr sollen externe Experten sowohl im Aufsichtsrat als auch im operativen Geschäft mitmischen.
David WöllensteinRedakteurNeben dem Aufsichtsrat gilt der aus der Gesellschafterversammlung gebildete "Kleine Kreis" als das zentrale Entscheidungsgremium des mehr als 250 Jahre alten Unternehmens. Hier sollen erstmals externe Experten Zugang erhalten.
Metro veröffentlicht vorläufige Umsatzzahlen
Haniel ist größter Anteilseigner beim Handelskonzern Metro. Nach einer langwierigen Führungskrise, an der Haniel nicht unbeteiligt war, rückte dort Mitte November Franz Markus Haniel an die Spitze des Aufsichtsrates.
Der vormalige Finanzvorstand Olaf Koch wurde Metro-Vorstandsvorsitzender und löste Eckhard Cordes zum Jahreswechsel ab. An der Frage seiner Vertragsverlängerung hatte sich die Führungskrise im vergangenen Sommer entzündet. Klicken Sie hier für ein Porträt des neuen Metro-Führungsduos.
Zur Metro AG gehört auch die Warenhaustochter Kaufhof, für die derzeit ein Bieterrennen läuft. Größere Baustellen sind allerdings die führenden Elektronikketten Media Markt und Saturn, die nach den Metro-Großhandelsmärkten die zweitwichtigste Ertragsquelle des Konzerns sind.
Nach einer Gewinnwarnung Anfang Dezember reagierte die Börse mit einem Kurseinbruch. Am Dienstag will Metro die vorläufigen Umsatzzahlen für das abgelaufene Jahr veröffentlichen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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