
Metro schwächelt im dritten Quartal
Der Handelskonzern Metro hat im dritten Quartal die Auswirkungen der Schuldenkrise und der abflachenden Konjunktur in Europa gespürt. Die Erlöse sind gesunken, der Gewinn ist dank Sparmaßnahmen gestiegen.
David WöllensteinRedakteurDas Konzernergebnis im legte im dritten Quartal vor allem wegen des laufenden Sparprogramms deutlich zu. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) stieg um knapp 38 Prozent auf 614 Millionen Euro. Der Nettogewinn verbesserte sich um rund 27 Prozent auf 190 Millionen Euro.
Hoffen auf starkes Weihnachtsgeschäft
Das ursprüngliche Ziel von zehn Prozent Plus beim bereinigten operativen Ergebnis in diesem Jahr "sei zwar nach wie vor erreichbar", erklärte Metro. Allerdings sei dieses Ziel inzwischen mit höheren Risiken behaftet und setze zudem voraus, dass das Weihnachtsgeschäft deutlich besser läuft als im Vorjahr.
Im schlimmsten Fall könne das Ergebnis auch weniger stark zulegen, mindestens aber um fünf Prozent. Von diesem Wert gehen die Analysten im Schnitt derzeit aus.
Der Handelskonzern fährt traditionell in den letzten drei Monaten des Jahres etwa 60 Prozent seines Gesamtjahresgewinns ein. Den Umsatz erwartet Metro in 2011 weiterhin über Vorjahr.
Der Düsseldorfer Handelskonzern steht vor einem zweifachen Führungswechsel. Joël Saveuse, der im Metro-Vorstand für die Lebensmitteltochter Real und das Europa-Geschäft der Großhandelsmärkte verantwortlich ist, gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des neuen Vorstandsvorsitzenden. Franz Markus Haniel soll Jürgen Kluge als Vorstand des Aufsichtsrats ersetzen.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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