
Metro-Vorstand Mierdorf muss gehen
Arbeitsdirektor Zygmunt Mierdorf verlässt den Vorstand der Metro Group und scheidet aus dem Unternehmen aus. Der ausgewiesene Experte stand Metro-Chef Eckhard Cordes offenbar im Weg.
Chronik eines angekündigten Ausscheidens
Zygmunt Mierdorf gehörte dem Vorstand seit 1999 an. Als Folge des Ausscheidens wird das Gremium von sechs auf fünf Mitglieder verkleinert. Finanzvorstand Olaf Koch, ein Weggefährte von Cordes aus Daimler-Zeiten, ist künftig auch für Informationstechnologie verantwortlich.
Mierdorf kam 1991 zur Metro und war als Geschäftsführer sowie Sprecher der Geschäftsführung bei verschiedenen Gesellschaften der Metro Group tätig. Seit 1999 verantwortete er im Vorstand die Themen E-Business, Immobilien, Informatik, Logistik, Personal und Soziales sowie den Einkauf. Seit der Neustrukturierung des Vorstands im September 2009 war Mierdorf für Personal und IT zuständig.
Mierdorf "bleibt dem Unternehmen verbunden"
"In diesen Aufgaben hat Mierdorf wesentlich dazu beigetragen, die Metro Group zu einem Innovationstreiber der internationalen Handelsbranche zu formen", teilt der Handelskonzern in seiner Abschiedserklärung mit. "In diesem Zusammenhang wird Mierdorf der Metro AG künftig auch beratend zur Seite stehen".
So werde er für das Unternehmen im Rahmen der GS1-Initiative weiter daran mitwirken, unternehmensübergreifende Organisationsabläufe durch gemeinsame Standards im Daten- und Warenverkehr effizienter zu gestalten, heißt es.
Das Manager-Magazin schließt übrigens seine Abrechnung mit der Ära Cordes in der aktuellen Ausgabe mit dem süffisanten Hinweis, dass im Unternehmen bereits auf das Ende des Metro-Vorstandsvorsitzenden gewettet werde.