Mietski: Online-Verleih hat (fast) immer Saison

Mietski: Online-Verleih hat (fast) immer Saison

Denken wir für einen Moment einmal antizyklisch und beschäftigen uns trotz der Wetterlage mit dem Wintersport. Genauer: mit Ski. Was sich nämlich trotz der gegenwärtigen Temperaturen sagen lässt: Der Verleih von Skiern boomt. Davon profitiert auch der Online-Skiverleih Mietski. Auch, wenn noch gar kein Schnee liegt.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Seit knapp einer Dekade zeigen sich David Wolfart und Markus Scalet als pistentaugliche Alternative zu großen Anbietern wie Sport2000Rent und Intersport Rent, die an Verbundgruppen angedockt sind. In Österreich zählt indes Mietski zu den beliebtesten Skiverleihern und will dort die Nummer 1 werden. Wolfart und Scalet punkten dabei unter anderem mit einem Vorteil: Je früher die Buchung, desto günstiger der Preis.

Doch beim Ski geht es nicht nur um den Preis, sondern auch um die passenden Bretter. Körpergröße und Können entscheiden über passende Ski und Snowboard.

Eigenen Algorithmus entwickelt

Das Wunschmodell wird daher bei der Buchung über eine Eingabemaske ermittelt. Mietski hat dazu einen eigenen Algorithmus entwickelt, welcher für jedes Alter und Können das passende Modell in der richtigen Länge empfiehlt. Ergänzend werden die Vor-/Nachteile aufzeigt, wenn ein Modell etwas kürzer oder länger gewünscht ist. Schließlich machen falsche Ski den Fahrspaß zunichte. Das sorgt dann für unzufriedene Kunden. Die falsche Auswahl aber wird der Kunde immer dem Anbieter anlasten und daher in der nächsten Saison wechseln.

Verfügbarkeitsprüfung in Echtzeit

Neben dem individualisierten Angebot erfolgt gleichzeitig eine Verfügbarkeitsprüfung. Natürlich in Echtzeit. Der Preis wird dabei per Dynamic Pricing berechnet, um die Auslastung bzw. Wertschöpfung zu steigern. Nachfrage-Peaks werden unter anderem mittels der Buchungshistorie , der Verteilung der Urlaubszeiten in den Bundesländern, Events in den einzelnen Tourismusregionen, Zahlen von Hotel- und Tourismus- Partnern sowie Hochrechnungen aus den Daten beim „Early-Bird“ Buchungsstart ermittelt.

Jeder zehnte Kunde bucht weit im voraus


Der „Early-Bird“ Buchungsstart macht übrigens rund 12 Prozent aller Buchungen aus. Antizyklisch buchen ist also gar nicht so exotisch. Und ist bei vielen Kunden beliebt. „Dynamic Pricing sorgt dafür, dass 1 von 8 Kunden auf unseren Buchungsstart gespannt warten“, sagt David Wolfart. So bindet man eben auch die Kunden über die Hauptsaison hinaus. Zumal Ski-Fans wissen, dass die Preise je nach Saison um bis zu 70 Prozent variieren können. In der Hochsaison und an Wochenenden läuft das System dann unter Hochlast. Dass die Website dann nicht Slalom läuft, dafür sorgt die commercetools-Plattform, auf deren Basis ein individuelles System mit dem bereits genutzten CRM Salesforce implementiert wurde.Diverse Logiken wie beispielsweise die Verfügbarkeitsprüfung, die Berechnung des richtigen Preises und Längenberechnung der Ski finden auf AWS Lambda statt. „Die auf der commercetools-Plattform gepflegten Produktdaten können so in höchster Performance abgefragt und im Warenkorb abgebildet werden“, sagt David Wolfart. Auch die Mitarbeiter in den Läden können via Tablet in Echtzeit auf das Sortiment zugreifen und Buchungsdetails abfragen. Als POS-Applikation kommt dabei die Force-Plattform von Salesforce zum Einsatz.MEHR ZUM THEMA:

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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