Migros leidet unter dem "Frankenschock"

Migros leidet unter dem "Frankenschock"

Für Schweizer Einzelhändler war 2015 ein schweres Jahr. Denn immer mehr Eidgenossen fahren zum Einkaufen ins billige Deutschland. Migros ist daher schon mit einem winzigen Umsatzplus zufrieden.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Daher ist die Migros-Gruppe schon über ein Umsatzplus von 0,1 Prozent auf 27,4 Milliarden Franken (etwas über 25 Milliarden Euro) zufrieden, wie der größte Schweizer Einzelhändler mitteilt. Faktisch ist das eine Stagnation. Zur Migros gehören auch die deutschen Tegut-Märkte.

Der Einzelhandelsumsatz der Migros sank 2015 um 0,2 Prozent auf 23 Milliarden Franken (21 Milliarden Euro). Bereinigt nach Währung und Teuerung liegt das Wachstum aber bei 3,5 Prozent. Ende 2015 betrieb Migros 659 Supermärkte, 11 mehr als im Vorjahr. Die Verkaufsfläche für Supermärkte, Fachmärkte und Gastronomie nahm insgesamt um gut 1 Prozent zu.

Denner stagniert ebenfalls

Bei den Schweizer Handelstöchtern der Migros konnte der Lebensmitteldiscounter Denner seinen Vorjahresumsatz knapp halten - er sank um 0,3 Prozent auf 2,9 Milliarden Franken (2,7 Milliarden Euro). Derzeit hat Denner 797 Standorte.

Die Linie Migrolino eröffnete im vergangenen Jahr 22 neue Shops (jetzt insgesamt 287 Läden), der Umsatz erhöhte sich um 10 Prozent auf 382 Millionen Franken (349 Millionen Euro).

Der Einzelhandelsumsatz im Ausland (Migros France, Tegut, Gries Deco Deutschland und Österreich sowie Probikeshop stieg um im Vergleich zu 2014 um 5,9 Prozent. In Schweizer Franken verringerte sich der Umsatz allerdings um 7 Prozent auf 1,7 Milliarden Franken, (1,5 Milliarden Euro).

Bei Depot (Gries Deco Company Ausland und Schweiz) stieg der Umsatz gar um 12 Prozent auf 428 Millionen Euro. Durch den negativen Währungseffekt gab es allerdings ein Umsatzdefizit in Schweizer Franken von 1,7 Prozent, teilt Migros mit.

Wachstum mit regionalen Produkten und im Internet

Ein Erfolg ist für Migros der steigende Absatz von nachhaltigen und regionalen Produkten. Hier lag der Umsatz bei 3,5 Milliarden Franken (3,2 Milliarden Euro). Das Migros-Bio/Alnatura-Sortiment verzeichnete gar ein Wachstum von 14,8 Prozent, heißt es in der Mitteilung weiter.

Im E-Commerce stiegen die Umsätze nominal um 47,4 Prozent auf 1,6 Milliarden Franken (1,46 Milliarden Euro). Akquisitions-, teuerungs- und währungsbereinigt betrug das Plus 9 Prozent auf 1,5 Milliarden Franken (0,91 Milliarden Euro).

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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