
Milliardenverlust für Metro-Großaktionär Haniel
Die Probleme des Handelskonzerns Metro erschüttern auch den Großaktionär Haniel: Das Familienunternehmen bilanziert ein miserables Jahr 2012.
David WöllensteinRedakteurDer Handelskonzern Metro hat 2012 deutlich weniger verdientund die Dividende gekürzt. Zu den Gründen gehören der Konzernumbau sowie eine schwache Kauflaune in den EU-Krisenländern. Metro stieg 2012 aus dem Dax ab.

Verlust mit historischer Dimension
"Ein derart hoher, man kann auch sagen historischer Verlust markiert unweigerlich einen deutlichen Einschnitt", sagte Vorstandsvorsitzender Stephan Gemkow.
Tiefgreifende Aufräumarbeiten hätten das Haniel-Geschäftsjahr 2012 geprägt. Bei dem riesigen Minus handele es sich aber um einen "einmaligen Verlust".
Die Familienmitglieder des Haniel-Clans müssen nun erstmals in Friedenszeiten auf eine Dividende verzichten. Für 2013 stellte Gemkow der Familie eine Dividende in Aussicht.
Trotz allem: stabiler Umsatz
Operativ verbesserte sich das Ergebnis von Haniel 2012 von 400 auf 496 Millionen Euro. Der Umsatz blieb mit 26,3 Milliarden Euro stabil.
Haniel ist auch Mehrheitseigner beim Pharmagroßhändler Celesio. Zum Familienunternehmen gehören außerdem der Rohstoffrecycler ELG, der Büroausstatter Takkt sowie der Waschraumhygiene-Spezialist CWSboco.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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