Mönchengladbacher Händler finden Gefallen am Onlinehandel

Mönchengladbacher Händler finden Gefallen am Onlinehandel

Das Projekt "Mönchengladbach bei Ebay" zieht eine positive Bilanz. Alle beteiligten Händler haben mit ihren Onlineshops auf dem lokalen Marktplatz nennenswerte Mehrumsätze erzielt. Nun wollen sie weitermachen.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
3 Min.· Aktualisiert am
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Mehr Geld in der Kasse durch Onlinevertrieb

Dieser Tage ist nun die Pilotphase des Projekts ausgelaufen. Fünfzig Händler waren zum Projektstart an Netz gegangen, zum Schluss hatten 79 einen eigenen Webshop bei Ebay. Diese Bilanz wird von allen Beteiligten gelobt, allerdings dürfte es in Mönchengladbach noch viel mehr Händler geben, die für das Projekt in Frage gekommen wären. 
Vielleicht werden ja diese Onlineskeptiker von den Zahlen überzeugt, die nun "Mönchengladbach bei Ebay" meldet. So haben die 79 Händler insgesamt 87.500 Artikel im Gesamtwert von 3,2 Millionen Euro verkauft und in 84 Länder verschickt. Im Durchschnitt hat jeder beteiligte Unernehmer über die besondere Plattform ein zusätzliches Jahresumsatzplus von rund 90.000 Euro erzielt.

Ein Stück vom Onlinekuchen abhaben

Einer der Gewinner ist etwa das Möbelhaus Schaffrath, das sich erst spät zum Mitmachen entschied. Aber noch früh genug, um in den ersten drei Wochen schon eine dreistellige Anzahl an Waren zu verkaufen, wie Geschäftsführer Marc Fahrig berichtet. Sogar als Großhandel wurde Schaffrath genutzt: Ein Wiederverkäufer aus Berlin hatte in Mönchengladbach kurzerhand 20 Decken geordert, so günstig ist das Möbelhaus am Niederrhein.
Für Professor Gerrit Heinemann vom eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein ist das Ziel der Aktion aufgegangen. "Die stationären Händler haben ein Stück vom Onlinekuchen abbekommen. Nur mit Umsatz kann der lokale Handel überleben."
Der lokale Online-Marktplatz soll fortgeführt werden. Viele Mönchengladbacher Unternehmer wollen ihren Shop weiter betreiben. Dabei gilt: Händler, die seit Projektstart an Bord waren, können die Shops noch bis Ende 2016 kostenfrei nutzen, später angeschlossenen Händlern steht der Shop noch bis Sommer 2017 kostenfrei zur Verfügung. Im Anschluss kostet der Basis-Shop 300 Euro Gebühr im Jahr.

Mönchengladbachs Handel bleibt also am Netz - und vielleicht ist das ja auch eine gute Nachricht für ein paar Neuseeländer.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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