
Home24 im Möbelhaus, Zalando öffnet Beauty-Store, DHL beerdigt Marktplatz, Walmart
Liebe Leserin, lieber Leser, Home24 geht ins Möbelhaus. Zalando öffnet den ersten Beauty-Store. DHL schließt seinen Marktplatz. Aktuelle Aufreger gibt es heute genug. Dennoch müssen wir zunächst einmal über den Tag hinaus blicken.
Das Digitale wird zur Kernkompetenz:
Beginnen wir die Woche mit Stoff zumm Nachdenken (und Handeln). "Zu viele alte Strukturen und zu wenig Mut" beklagt die "FAZ" dieser Tage. Einen Lösungshinweis findet man im Interview mit dem Digital-Philosophen Günther Dueck in "Berlin Valley": Die Annahme, so der einstige IBM-Manager, dass die Kernkompetenz der alten Company bleibe und das Digitale eine Art Zusatzqualifikation sei, die von außen eingekauft werden kann, sei falsch: "Das Digitale wird zur Kernkompetenz.” Dazu passt Studie eine Studie im "Wall Street Journal", die erklärt, warum die großen Konzerne immer größer werden. Weil sie massiv in die eigene IT investieren.
Zalando hübscht sich für Beauty-Marken auf:
Zalando hat nun seinen bereits angekündigten ersten stationären Kosmetikladen in Berlin eröffnet. Das könnte Zalando auf Dauer bessere Argumente in den Verhandlungen mit Marken bieten. In der 160 Quadratmeter großen Zalando Beauty Station bietet der Onlinehändler gegenwärtig 53 Marken. Zudem bietet der Händler eine Reihe der branchenüblichen Services. Als Regalverlängerung setzt Zalando in dem Store außerdem QR-Codes und Tablets ein. Das lässt den Showroom wie einen Testlauf für eine mögliche Expansion im Omnichannel erscheinen. Wenn Zalando damit noch mehr Marken überzeugen kann, die sich dem Zugriff der Onlinehändler nämlich gerne entziehen.
DHL beendet Marktplatz Allyouneed:
DHL schließt den Marktplatz Allyouneed in der zweiten Jahreshälfte 2018. Einst gestartet unter „MeinPaket.de“ war das Projekt immer nur überschaubar erfolgreich. Freundlich formuliert. Man habe interessante Erfahrungen gesammelt und wollen sich nun auf seine Kernkompetenz bündeln, heißt es sinngemäß in einem Statement des Unternehmens. Zu denken geben sollte, dass der Marktplatz sang - und klanglos eingestellt wird. In der Regel findet sich für solch ein Projekt immer ein Käufer, der zumindest Kundendaten und technisches Knowhow übernehmen möchte. Was DHL-Paketchef Achim Dünnwald daher im Interview mit dem "Bonner General-Anzeiger" erzählt, klingt denn auch ein wenig nach einem gut verklausulierten Offenbarungs-Eid.Home24 im Möbelhaus:
Home24, bereits mit einigen Showrooms auf der Fläche, zieht im Herbst mit einem Outlet-Store bei Möbel Mahler in Ulm ein. Die Fläche des eigentlichen Möbelhauses geht von 75.000 auf 40.000 Quadratmeter zurück, weiß die "Südwestpresse". Denn neben Home24 (3.500 qm) zeigen sich in dem Outlet auch der Fahrradfilialist B.O.C., Outdoorhändler McTrek, Designermöbel-Anbieter Who’s Perfect und Küchen Marquardt.INTERNATIONAL
Walmart fährt Kunden in Roboterautos:
Wenn der Kunde nicht in den Laden kommt, dann bringt man ihn eben dahin. Walmart chauffiert Kunden in selbstfahrenden Autos zum Supermarkt. Walmart testet das mit Roboterautos der Google-Tochter Waymo in Phoenix im Bundesstaat Arizona. Mit dem Fahrservice sollen Kunden ihre Online-Bestellung abholen.TRENDS & FAKTEN
Zahl des Tages:
Twitter meldet einen Rekordgewinn, gleichwohl stürzte die Aktie am Freitag um mehr als 20 Prozent ab. Ein Grund: Legionen gelöschter Accounts. Folge des Großreinemachens, weil Twitter Bots und Fake-Accounts aussiebte. Verglichen mit dem Vorquartal sank die Zahl der monatlich aktiven Nutzer so um eine Million auf 335 Millionen.Start-up des Tages:
Erst vor wenigen Wochen ist mit MeetFrank die nach eigenen Angaben erste anonyme Recruiting-App in Deutschland gestartet. Neben einem innovativen und spielerischen Ansatz, Unternehmen mit den passenden Bewerbern zusammen zu bringen, ermöglicht MeetFrank in erster Linie diskriminierungsfreie Bewerbungen.Beliebtester Beitrag am Vortag:
Ein Händler kann auf der Plattform Amazon hervorragende Geschäfte machen. Doch das gelingt ihm dauerhaft nur, wenn er nicht nur die Preise der Konkurrenz im Blick hält. Was noch wichtig ist, sagt Tim Nedden, Geschäftsführer der E-Commerce-Beratung Finc3.Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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