Mister Spex, Mytheresa, Otto + Osapiens, Ebay, Mediamarkt + Saturn, Temu + Shein, Microsoft, Airbnb, Mercado Libre, Tiktok

Mister Spex, Mytheresa, Otto + Osapiens, Ebay, Mediamarkt + Saturn, Temu + Shein, Microsoft, Airbnb, Mercado Libre, Tiktok

Aktuelle E-Commerce-News: Mister Spex, Mytheresa, Otto + Osapiens, Ebay, Mediamarkt + Saturn, Temu + Shein, Microsoft und weitere Themen im Überblick.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

HANDEL NATIONAL

Mister Spex: Brillen im Abonnement
Der Omnichannel-Optiker Mister Spex führt laut Pressemitteilung in allen 65 deutschen Filialen ein monatliches Brillen-Abonnement namens „Mister Spex Switch“ ein. Ab neun Euro monatlich könnten Kunden gleichzeitig zwei bis drei Korrektions- oder Sonnenbrillen tragen und nach zwölf Monaten eines der Modelle austauschen. Das Angebot umfasse eine Versicherung gegen Schäden sowie kostenlose Anpassungen bei Sehstärkenänderungen. In der sechswöchigen Pilotphase habe der durchschnittliche Bestellwert nahezu dreimal höher als bei klassischen Käufen gelegen.

Luxus-Paradox: Mytheresa wächst trotz Zoll-Chaos
Der deutsche Luxus-Onlinehändler Mytheresa steigerte seinen Nettoumsatz im dritten Quartal seines Geschäftsjahrs um 3,8 Prozent auf 242,5 Mio. Euro, berichtet Drapersonline.com. Sowohl das bereinigte Ebitda als auch der Bruttogewinn seien um 5,5 bzw. 7,2 Prozent geklettert. Wegen drohender Zoll-Unsicherheiten rechne die neu benannte Muttergesellschaft „Luxexperience“ aber nur mit einem Wachstum am unteren Ende der prognostizierten 7 bis 13 Prozent. Die Übernahme des Konkurrenten Yoox Net-A-Porter solle mittelfristig zu einem Nettoumsatz von rund 4 Mrd. Euro führen.

Otto und Osapiens schmieden Allianz für digitale Produktpässe
Handelsriese Otto und das Softwareunternehmen Osapiens haben laut Pressemitteilung eine strategische Co-Innovation für effiziente „Product-Compliance-Lösungen“ gestartet. Die Partner würden skalierbare Software für den bald verpflichtenden Digitalen Produktpass und weitere EU-Verordnungen entwickeln. Während Otto seine Handelsexpertise und reale Anwendungsfälle einbringe, verantworte Osapiens die technologische Umsetzung auf Basis ihrer HUB-Plattform, die bereits von 1.800 Kunden weltweit genutzt werde.

Regionaler Handel leidet unter Ebays Filterproblem
Ebay-Händler beklagten einen fehlenden Standortfilter, was Kunden die Suche nach regionalen Produkten erschwere, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die Filter-Funktion sei in bestimmten Kategorieseiten nicht eingebettet, wodurch Angebote aus Deutschland kaum auffindbar seien. Die von Ebay vorgeschlagene Alternative „In meiner Nähe zuerst“ erweise sich als unzureichend, da sie die gleichzeitige Anwendung anderer Sortieroptionen verhindere. Betroffene Verkäufer befürchteten nun Umsatzeinbußen, wenn ihre Angebote in der Masse internationaler Produkte untergingen.

Digitale Hochzeit: Mediamarkt und Saturn verschmelzen Kundenkonten
Mediamarkt und Saturn vereinen ab 11. Juni ihre Kundenprogramme vollständig, berichtet T3N.de. Die Elektrohandelsgiganten würden künftig ein gemeinsames Kundenkonto anbieten, das sämtliche Einkäufe bei beiden Händlern aufliste und mit einlösbaren Bonuspunkten belohne. Auch die Kundenkarten seien dann universell einsetzbar. Bis zum 9. Juni müssten Kunden den neuen Bedingungen zustimmen, sonst drohe die Kontolöschung samt Verlust aller gesammelten Vorteile. Widerspruch sei per E-Mail an die Datenschutzadressen beider Unternehmen möglich.


HANDEL INTERNATIONAL

Zollpause bietet Temu und Shein keine Verschnaufpause
Die USA und China haben ihre gegenseitigen Zölle auf 30 Prozent reduziert, berichtet Onlinehaendler-News.de. Die auf 90 Tage begrenzte Einigung bringe für Billigmarktplätze wie Temu und Shein jedoch kaum Erleichterung, da für deren typische Niedrigpreis-Produkte weiterhin empfindliche 54 Prozent oder mindestens 100 Dollar Zollgebühren anfielen. Die aufgehobene De-minimis-Regel, die zuvor zollfreie Einfuhren unter 800 Euro ermöglichte, bleibe ein weiterer Stolperstein. Beide Unternehmen reagierten mit Strategiewechseln: Während Temu auf regionale Verkäufe umstelle, verlagere Shein seine Produktion in Länder wie Brasilien und Vietnam.

Microsoft kappt trotz Milliardengewinnen 7.000 Jobs
Microsoft streicht in der größten Entlassungswelle seit zwei Jahren bis zu 7.000 Arbeitsplätze, berichtet Techradar.com. Von den Kürzungen, die etwa drei Prozent der weltweiten Belegschaft ausmachten, seien besonders mittlere Managementpositionen bei Linkedin, Xbox und in der Software-Entwicklung betroffen. Der Tech-Gigant navigiere trotz prall gefüllter Kassen mit 70,1 Mrd. Dollar Quartalsumsatz gezielt Richtung KI-Zukunft.

Massage statt Matratze: Airbnb bietet Dienstleistungen
Airbnb erweitert sein Geschäftsmodell um buchbare Dienstleistungen und Aktivitäten, berichtet Heise.de. Nutzer könnten nun neben Unterkünften auch Köche, Fotografen oder Masseure direkt über die überarbeitete App bestellen. Die neuen Angebote seien zunächst in 260 Städten verfügbar und könnten unabhängig von Unterkunftsbuchungen genutzt werden. Die geprüften Dienstleister brächten durchschnittlich ein Jahrzehnt Erfahrung mit.

Mercado Libre wächst ungebremst weiter
Lateinamerikas größte E-Commerce-Plattform Mercado Libre verzeichnet weiterhin beeindruckendes Wachstum, berichtet Fool.com. Der in Argentinien, Brasilien, Mexiko und Kolumbien aktive Konzern habe 2024 seinen Umsatz um 37 Prozent auf 20,8 Mrd. Dollar gesteigert. Auch im ersten Quartal 2025 halte das rasante Tempo an, mit einem weiteren Umsatzplus von 37 Prozent und einer verbesserten operativen Marge von 12,9 Prozent. Die Nutzerbasis wachse ebenfalls: Fast 67 Millionen aktive Käufer und über 64 Millionen Fintech-Nutzer bildeten ein sich gegenseitig verstärkendes Ökosystem aus Online-Handel und digitalen Finanzdienstleistungen.


Tiktok belebt Fotos mit KI-Tool „AI Alive“
Tiktok führt mit „AI Alive“ ein KI-gestütztes Tool zur Verwandlung von Fotos in animierte Kurzvideos ein, berichtet IT-Magazine.ch. Die direkt in der Story-Kamera integrierte Funktion statte statische Aufnahmen mit Bewegungseffekten und atmosphärischen Elementen aus. Der Zugriff erfolge über das Plus-Symbol in Inbox oder Profilbereich, wobei die fertigen Kreationen in den gängigen Feeds erschienen. Tiktok kennzeichne alle generierten Inhalte transparent als KI-Erzeugnisse.

Jedes zweite EU-Unternehmen setzt auf Remote-Meetings
Über die Hälfte der EU-Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten führte 2024 laut Eurostat Remote-Meetings durch. Die Pandemie-bedingten Arbeitsmodelle hätten sich offenbar verfestigt, wobei nordeuropäische Länder wie Finnland mit knapp 85 Prozent die Nase vorn hätten. Sechs von zehn Firmen böten ihren Mitarbeitern umfassenden Remote-Zugriff auf E-Mails, Dokumente und Geschäftsanwendungen, mit markanten Unterschieden je nach Unternehmensgröße: Während fast alle Großunternehmen digitalen Vollzugriff ermöglichten, boten kleine Unternehmen den Fernzugriff nur in geringerem Umfang an.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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