Zalando wächst um fast 25 Prozent, Fressnapf, eBay, Best Buy, M&S, Ocado, Getnow

Zalando wächst um fast 25 Prozent, Fressnapf, eBay, Best Buy, M&S, Ocado, Getnow

Liebe Leserin, lieber Leser, gestern habe ich mit der Zukunft zu Mittag gegessen. Sie hat sich einen Tesla gekauft. Per Handy! So einfach geht das. Und wie mobil sind Sie? Und wie vielfältig? Denn auch Diversity ist Zukunft. So wie Zalando. Immer noch.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
5 Min.· Aktualisiert am
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Mehr Vielfalt wagen
"Wer keine Frauen in Top-Positionen hat, könnte die falsche Message an alle anderen Frauen im Unternehmen senden. Nämlich, dass das Management-Team ein reiner Boys-Club ist", sagt Sabrina Spielberger, Gründerin von Digidip im Interview mit etailment. Das sollte sich manch einer im Handel notieren. Der ist nämlich vorwiegend noch ein Old-Boys-Club. Im Onlinehandel sind die Jungs vielleicht etwas jünger. Aber auch da tut mehr Vielfalt gut. Ein wichtiges Zeichen also, dass sich der Branchenverband bevh einer Initiative für mehr Diversität im E-Commerce anschließt. Nicht nur, wenn es um Männer und Frauen geht. Auch ethnische Vielfalt ist ein Gewinn. Zalando beispielsweise "vernetzt junge Talente aus über 100 Nationen miteinander".
Zalando macht über 5 Milliarden Euro Umsatz Damit kommen wir endlich zu den Zahlen von Zalando. Da war heute Zahlentag. Das wichtigste im Schnelldurchlauf: 24,6% Umsatzwachstum, und 7,1% bereinigte EBIT-Marge im vierten Quartal. 2018 steht für 5,4 Milliarden Euro Umsatz, 173,4 Millionen Euro bereinigtes EBIT. Mit einem Wachstum über 20 Prozent soll es auch 2019 weiter gehen. Da wird neben dem Treueprogramm Zalando Plus auch das Konzept Connected Retail eine wichtigere Rolle spielen. Ein Signal dafür, dass von dort nun immer mehr das Wachstum kommen dürfte: Zalando wird ab sofort vierteljährlich über die Kennzahl Bruttowarenvolumen (Gross Merchandise Volume, GMV) Auskunft geben. Das stecken dann auch die Umsätze über die Zalando-Plattform mit drin.
Fressnapf schafft online 90 Millionen Euro Als Nummer Eins in Europa hat sich Fressnapf online lange so agil gezeigt wie eine dösender Katze in der Sonne. Das hat sich inzwischen geändert und man jagt verlorenen Jahren und Zooplus hinterher. Fressnapf, dass seinen Umsatz 2018 um 6,3 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigerte (Deutschland: plus 4 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro), legt digital um 18,5 Prozent zu. Klingt gut, doch mit 90 Millionen Euro liegt man im Web noch weit hinter Zooplus, das 1,34 Milliarden Euro Umsatz macht. Aber Katzen haben ja bekanntlich Geduld. Helfen soll eine Marktplatz-Strategie rund ums Tier. Bis 2025 will man da tonangebend sein. „Wir werden kundenorientierter, datengetriebener und zunehmend technologiebasierter agieren“, sagt Gründer Torsten Toeller.
eBay hat Punkte
eBay Plus, das MiniMe der Plattform zu Amazon Prime, bietet künftig auch beim Einkauf Punkte. 1 Euro Umsatz ist ein Punkt, für 500 Punkte gibt es einen eBay-Einkaufsgutschein über 5 Euro. Das meldet t3n. Was die Kollegen vergessen haben zu fragen: Was letzte Preis?

eBay rechnet mit neuen Gebühren eBay passt zum 1. April seine Gebühren für Verkäufer in verschiedenen Bereichen an. Laut dem Marktplatz-Betreiber dienen die Neuerungen vor allem dazu, das Gebührenmodell zu vereinfachen. Internet World fasst die Änderungen zusammen.

INTERNATIONAL


M&S handelseinig mit Ocado
Der Deal über das Joint Venture zwischen dem Handelskonzern Marks & Spencer (M&S) und dem Online-Supermarkt Ocado ist perfekt. 750 Millionen britische Pfund zahlt M&S für einen 50-Prozent-Anteil. Das ist ziemlich viel Geld für den führenden britischen E-Food-Händler, der in der Präsentation zum Deal (pdf) andeutet, wozu er künftig in der Lage sein könnte.

Best Buy verkauft sich gut
Best Buy meldet für das vierte Quartal 2019 einen Umsatz von 14,8 Milliarden Dollar. Auf vergleichbarer Fläche legte Best Buy um 3% zu. Im Heimatmarkt lag der Online-Umsatz im Quartal bei 2,9 Milliarden Dollar, plus 9,3%.
Made.com im Plus
Made.com, ein Möbelanbieter, der sich gerne als hippe Alternative zu Ikea sieht, hat 2018 mit 180 Millionen Euro Umsatz ein Plus von 37 % erreicht.


Hermes kümmert sich um Augmented Reality Hermes kann auch innovativ und bietet per App ein Feature mit Augmented Reality (AR) mit dem man prüfen kann, in welche Paketgröße ein Gegenstand passt. Außerdem will Hermes seine Verpackung noch in diesem Jahr um AR-Videobotschaften erweitern, mit dem Kunden eine persönliche Nachricht vorab aufzeichnen können, die die Empfänger dann per Hermes-App über einen Barcode auf Versandetiketten aktivieren können.
Lesetipp des Tages
"Wie funktioniert Getnow – und wer steckt dahinter?" fragt sich der Supermarkt-Blog und kann die erste Frage über den Lebensmittel-Lieferdienst gut beantworten und stößt bei der zweiten Frage jenseits von der Kooperation mit Metro auf weitere Fragen und einen Gesellschafter mit Unternehmenssitz auf der Briefkastenfirmeninsel Isle of Man.
Zahl des Tages
Ende 2019 sind über 51 Prozent aller US-Haushalte Amazon Prime-Mitglied. Das sagt eine Prognose bei e-Marketer.

Start-up des Tages Personal braucht jedes Unternehmen, manchmal auch kurzfristig. Mit der Lizenz zur Arbeitnehmerüberlassung gestaltet das Start-up Zenjob die Prozesse der Personalbeschaffung f ür Arbeitgeber im Rahmen der Zeitarbeit effizient und fair.
Favorit der Leser am Vortag
Frauen in Führungspositionen schaffen ein positives Image, ist die Gründerin von Digidip überzeugt. Das hat sich in Unternehmen noch nicht herumgesprochen. Woran hakt's? etailment hat Sabrina Spielberger gefragt.
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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