MotionMiners - Fitness-Tracker für Unternehmen

MotionMiners - Fitness-Tracker für Unternehmen

Bewegungs-Tracker helfen der persönlichen Fitness. Das Prinzip kann man aber beispielsweise auch für die Intralogistik nutzen und dadurch Prozesse verbessern. Das Start-up MotionMiners hat dafür eine Lösung. Mitgründer Sascha Feldhorst erklärt, wie sich die Fitness von Unternehmen verbessern lässt.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Mal ehrlich und ohne Buzzwords -Wie würden Sie ihren Eltern das Start-up erklären?

Sascha Feldhorst: Wir messen manuelle Arbeitsprozesse in der Industrie ohne selbst daneben zu stehen. Dafür statten wir Mitarbeiter, die Arbeitsumgebung und wichtige Hilfsmittel mit unserer Technik aus und nehmen über einen begrenzten Zeitraum (1 bis 3 Wochen) Daten auf. Eine von uns entwickelte Software kann dann aus den aufgenommenen Daten ermitteln aus welchen Arbeitsschritten der Prozess besteht, wie lange diese dauern und wie oft ein Arbeitsschritt vorkommt. So kann ein Unternehmen Informationen darüber gewinnen, wie die eigenen Arbeitsprozesse schneller und weniger belastend für die Mitarbeiter gestaltet werden können. Unsere Technologie nennen wir Motion-Mining.

Wie beschreiben Sie ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet?
Wir bieten seit Ende 2017 Motion-Mining im Rahmen von Beratungsdienstleistungen an. So haben wir hart daran gearbeitet unsere Technologie an die Anforderungen des Markts anzupassen. Ab diesem Jahr können ausgewählte Kunden an einer bezahlten Beta-Phase teilnehmen, in der sie die Motion-Mining-Technologie selbstständig für Messungen einsetzen.

Okay, für den besonderen Vorteil, den USP bekommen Sie hier einen weiteren Tweet Platz:

Wir schaffen es manuelle Prozesse kosten- und zeiteffizient, sowohl hinsichtlich Effizienz- als auch Ergonomiegesichtspunkten, zu erfassen und auszuwerten. Diese automatische Analyse bedarf keiner IT-Einbindung und gewährt eine Anonymisierung aller personenbezogenen Daten.

Welche Unternehmen konnten Sie bereits überzeugen?

Wir haben seit Ende 2017 aktuell 15 Unternehmen als Kunden gewinnen können. Darunter sind sowohl größere Unternehmen wie Hugo Boss, SKODA, Bayer, Rhenus oder die Deutsche Bahn aber auch der in Deutschland so wichtige Mittelstand wie META-Regalbau, Isabellenhütte oder ASM Logistics. Etwa ein Viertel der bisherigen Kunden hat uns seitdem mehrfach beauftragt.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?

Aktuell fehlt noch ein namhaftes Handelsunternehmen in unserem Kundenstamm.

Was war das wichtigste Learning seit dem Start?

Mach als Start-up im B2B-Geschäfts nichts umsonst!

Und was haben Sie daraus gemacht?

Wir machen nichts mehr umsonst ;-)

Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?

Wir haben unser Team seit der Gründung von drei Minern auf mittlerweile 18 Miner vergrößert. Das ist in meinen Augen die schönste aller Kennzahlen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne über ihr Start-up 2020 in einer Wirtschaftszeitung lesen?

Deutschland doch digital – MotionMiners liefert ein positives Beispiel für datengetriebene Produkte made in Germany

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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