
Musikfachhandel trotzt Onlinekonkurrenz
Zwei von drei Euro nimmt bei Instrumenten der Musikfachhandel ein und ist damit nach wie vor der wichtigste Vertriebskanal für Gitarre & Co. Der Gesamtmarkt wächst unterdessen weiter.
David WöllensteinRedakteur"Der Markt für Musikinstrumente wird künftig wohl von Händlern dominiert, die schiere Größe mit einer Onlinepräsenz verbinden. Erfolgsversprechend für Fachhändler kann es sein, sich auf ein Produktsegment zu spezialisieren", so Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln. Dabei seien unetr anderem eine hohe Servicekompetenz und die Reparatur von Instrumenten Schlüsselfaktoren, um sich erfolgreich zu positionieren.
Gesamtmarkt wächst
Im zweiten Jahr in Folge erreicht die Musikinstrumentenbranche demzufolge ein Umsatzvolumen von mehr als einer Milliarde Euro. Das entspricht einem Wachstum von knapp 15 Prozent seit dem Jahr 2011. Ursache für den Wachstumstrend ist den Forschern zufolge der andauernde Boom bei elektronischen Instrumenten. Diese hätten ihren Status als Branchenprimus 2015 untermauert und damit Großmusikinstrumente abgelöst.
Zudem profitiere fast die gesamte Branche von gut besuchten Musikschulen und der Renaissance einiger traditionellerer Instrumente wie Flöte oder Akkordeon. Darüber hinaus wirke sich der Trend zur musikalischen Frühförderung positiv auf die Umsätze für Musikinstrumente aus. Auch für 2016 rechnen die IFH-Experten mit einem Marktwachstum.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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