
MyToys und Limango schmieden ein Bündnis
Otto rückt seine Marken weiter zusammen. Die Shopping-Community Limango, bislang schon unter dem Dach von Otto, geht künftig Hand in Hand mit myToys.de. Voraussichtlich ab Mitte des Jahres wird Limango eine hundertprozentige Tochter von myToys. Die Marken wollen ihre E-Commerce- und Familienkompetenz bündeln. Die beiden Otto-Töchter erhoffen sich vor allem Synergien bei der Kundengewinnung und -bindung. Schließlich sprechen sie mit Sortimenten wie Spielwaren und Produkten rund ums Kind ähnlic...
„Zum Beispiel können wir durch gegenseitige Empfehlungen und Verlinkungen die Neukundengewinnung und -ausschöpfung deutlich effizienter gestalten.“, sagt Oliver Lederle, Gründer und Vorsitzender Geschäftsführer der myToys.de.
Die Verbindung von Shop und Community, die ähnlich - und noch enger - schon anderen Versender wie beispielsweise Zalando mit der Lounge exerzieren, erfolgt immerhin in einer Phase mit Schwung. MyToys.de gewinnt jedes Jahr rund 900.000 Neukunden, Limango rund 200.000. Der Umsatz bei Mytoys lag im Geschäftsjahr 2012/13 bei 280 Mio. Euro. Mytoys wird durch die Kooperation "auf Augenhöhe" nochmals gestärkt, nachdem bereits im März der Onlineschuhshop Mirapodo in das Unternehmen integriert wurde.
Die geschlossene Shopping Community Limango bietet 2,5 Millionen Mitgliedern rund 140 Verkaufsaktionen pro Monat. Limango-Gründer Johannes Ditterich bleibt ebenso an Bord wie die anderen beiden Geschäftsführer und Gründer Sven van den Bergh sowie Martin Oppenrieder.
Konzepte ergänzen sich
MyToys.de-Bestandskunden sollen aber nun nicht auch automatisch Mitglied bei Limango werden. Datenschutzgründe. Lederle hofft aber, dass die Kunden gerne hin- und herwechseln, wenn sie einmal per Banner in den jeweiligen Onlineshops, aber auch in Newslettern oder in Print-Werbemitteln vom Bündnis erfahren haben. Beide Marken sollen grundsätzlich weiter eigenständig am Markt agieren.
Die Cross-Promotion-Beziehung wird sich dabei durchaus wohl auch angesichts überlappender Sortimente gegenseitig unter Druck setzen. MyToys bietet Spielwaren, Kindermode, Babybedarf, tritt aktuell preisaggressiv auf. Limango bietet Mode, Babyausstattung, Kinderbekleidung und ist eine Shopping-Community mit klarer Schnäppchen-DNA.
Mehr Umsatz für beide Plattformen
Lederle kalkuliert wechselnde Kunden durchaus mit ein, baut aber auch auf wechselseitig shoppende Verbraucher: „Es geht erst einmal darum, unseren beiden Kundengruppen ein individuell interessantes Angebot zu machen und zwar ein Angebot, das am besten zu dem jeweiligen Kunden passt. Das kann er dann mal bei myToys.de finden und mal bei Limango.“
Davon sollen dann beide profitieren: „Die höhere Attraktivität unser beider Angebote wird mehr Nicht-Käufer zu Käufern machen und damit zu Umsatzwachstum für beide Plattformen führen.“
Das aber klingt vernünftig. Weil die Otto-Töcher damit nicht auf schlichte Conversions fixiert sind, sondern eher den Costumer Lifetime Value hofieren, weil sie den Kunden so womöglich noch länger als bisher binden können und, ergänzt Lederle, „sie ihren jährlichen Bestellumsatz bei uns durch eine höhere Attraktivität des Gesamtangebotes steigern werden.“
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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