Ohne den Kunden geht nichts

Ohne den Kunden geht nichts

Kontaktloses Bezahlen via Smartphone oder NFC-fähiger Karte macht den Bezahlprozess schneller, doch noch sind die Kunden hierzulande skeptisch. Einen Durchbruch könnte Payback Pay bringen: Seit Juni können Kunden mit der App kontaktlos bezahlen. Das EHI zieht ein erstes Fazit.

MSMarion SchalkRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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In Drogerie- und Supermärkten liegen die durchschnittlichen Einkaufsbeträge mit 12,28 Euro beziehungsweise 13,93 Euro noch niedriger, ermittelte das Forschungsinstitut. Doch auch hier habe der Kunde öfter die Karte gezückt: Der Umsatzanteil der Barzahlung lag laut der EHI-Studie "Kartengestützte Zahlungssysteme im Einzelhandel 2016" bei 62 Prozent, vor zehn Jahren waren es noch 83 Prozent bei den Supermärkten beziehungsweise 87 Prozent bei den Drogeriemärkten.

Der Anteil des kontaktlosen Bezahlens hingegen ist über alle Branchen hinweg gering: "Selbst bei Handelsunternehmen und Tankstellenbetreibern, die zu den ersten Kontaktlos-Anbietern zählten, bewegt sich die Kontaktloszahlung nach wie vor in unteren einstelligen Nutzungsraten", sagt Horst Rüter, Leiter des Forschungsbereichs Zahlungssysteme beim EHI.

Payback Pay als Hoffnungsträger

Einen Durchbruch der Akzeptanz beim Kunden erhofft sich die Branche von Payback Pay, die Smartphone-App des mit 28 Millionen Kunden führenden Bonuspunkteprogramms hierzulande. Mit dieser App ist es möglich, über einen generierten QR-Code ohne Karte bargeldlos zu bezahlen.

"Es zeigt sich, dass bei den Kunden noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden muss", zieht Rüter ein erstes Fazit. "Die Systemnutzung muss sowohl auf Seiten der Kassierkräfte als auch auf Seiten der Kunden geübt werden." In der Tat: Wer bereits selbst einmal das Bezahlen per Payback-App an der Kasse der teilnehmenden Partnern wie dm-Drogerie Markt und Real probiert hat, stößt noch oft genug auf unerwartete Hindernisse – und mitunter murrende Kunden, die hinter einem in der länger werdenden Schlange warten.

Kontaktloses Bezahlen: Kunde fehlt Übung und Vertrauen

Ein weitere Aufgabe sei es, das Vertrauen in die Sicherheit mobiler Zahlungen zu stärken, mahnt Rüter die Branche. "Die Kunden müssen den Vorteil schnellen Bezahlens verstehen und annehmen, sie sind der entscheidende Faktor beim Aufbau mobilen Bezahlens."

Der Einzelhandel könnte von der breiten Akzeptanz des kontaktlosen Bezahlens profitieren: Der Bezahlvorgang mit Karte dauert in der Regel länger als der Barzahlungsvorgang – dieser dauert je nach Branche laut EHI zwischen 15 und 28 Sekunden. Das kontaktlose Zahlen, bei dem Beträge bis 25 Euro ohne zusätzliche Authentifizierung per PIN oder Unterschrift bezahlt werden können, dürfte zu einer deutlichen zeitlichen Entlastung an der Kasse führen.

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Geschrieben vonMarion Schalk

Redakteurin

Marion Schalk, 37, ist Redakteurin bei Der Handel und etailment.de. Sie schreibt hauptsächlich über den Handel und das liebe Geld: Finanzierung, Payment, Geldanlage, Investionen, Unternehmensnachfolge. Regelmäßig berichtet sie auch über große und kleine Handelsunternehmen und deren Weg in die digitale Zukunft. Als leidenschaftliche Online-Shopperin kennt sie die kleinen und großen Fallstricke von Multi- oder Omnichannel-Konzepten - und weiß um den wichtigsten Aspekt: Der Kunde! Marion Schalk kam von WSJ.de: als Mitglied des Gründungsteams das digitale Wall Street Journal Deutschland auf den Weg gebracht. Davor war sie Redakteurin in der Wirtschaftsredaktion von T-Online, in den Anfangsjahren ihres Berufslebens arbeitete sie als PR-Beraterin bei Publicis und in der Pressestelle von T-Online International. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik und schloss ihr Master Degree mit Auszeichnung ab. Sie finden die Autorin bei Twitter unter dem Namen @mschlk, bei LinkedIn und Xing. Telefon Nr. +069 7595 1695 E-Mail: schalk@derhandel.de

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