Weihnachtsgeschäft, Investitionen, Tiktok, Digitec Galaxus, Türkei, Hi1, Trendprognose, Kartenzahlungspflicht, Second-Hand-Geschenke

Weihnachtsgeschäft, Investitionen, Tiktok, Digitec Galaxus, Türkei, Hi1, Trendprognose, Kartenzahlungspflicht, Second-Hand-Geschenke

E-Commerce kompakt: Aktuelle News zu Weihnachtsgeschäft, Investitionen, Tiktok, Digitec Galaxus, Türkei, Hi1, Trendprognose und weiteren Themen des Tages.

David WöllensteinDavid WöllensteinRedakteur
6 Min.· Aktualisiert am
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Das müssen Sie heute zum Thema E-Commerce wissen.

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HANDEL NATIONAL

Weihnachtsgeschäft schwächelt weiter
Das Weihnachtsgeschäft schwächelt auch in der Woche vor dem dritten Advent, ergab eine Umfrage des HDE. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen verzeichneten sinkende Besucherzahlen, selbst traditionell starke Branchen wie Spielwaren, Bücher und Elektronik blieben nicht davor bewahrt. Nur die Händler von Uhren, Schmuck, Haushaltswaren und Lebensmitteln zeigten sich zufrieden. Trotzdem rückt der Verband nicht von seiner Weihnachtsprognose ab, die mit 121,4 Mrd. Euro ein Wachstum von 1,3 Prozent verspricht.

Handel fährt Investitionen weiter zurück
Die deutschen Unternehmen planen laut Zahlen des Ifo-Instituts für 2025 deutlich weniger Investitionen als bisher geplant. Besonders zurückhaltend zeigt sich der Handel, der seine bereits niedrigen Investitionspläne für 2024 im kommenden Jahr noch weiter reduzieren will. Insgesamt fällt der erwartete Rückgang für 2025 aber mit minus 6,6 Punkten etwas geringer aus als der des laufenden Jahrs mit minus neun Punkten.

Exporte in die USA brechen ein
Deutschlands Exporte sind im Oktober um 2,8 Prozent auf 124,6 Mrd. Euro gesunken, berichtet das Statistische Bundesamt. Besonders stark brachen die Ausfuhren in die USA ein – der wichtigste Absatzmarkt Deutschlands schrumpfte um 14 Prozent auf 12,2 Mrd. Euro. Auch die Exporte nach China gingen um 3,8 Prozent zurück; die Ausfuhren in andere Länder der EU sanken um 0,7 Prozent.


HANDEL INTERNATIONAL

USA: Rettung für Tiktok unwahrscheinlich
Nachdem TikToks Antrag abgelehnt wurde, das für den 19. Januar ausstehende Verbot auszusetzen, bis der Supreme Court ein Urteil über die Berufung gefällt hat, wird es eng für die Kurzvideo-Plattform. Die Betreiber-Gesellschaft Bytedance lehnt einen Verkauf weiterhin kategorisch ab. Selbst wenn der einen Tag später inaugurierte Präsident Trump das Gesetz im Parlament aufheben wollte, wäre ein Widerruf unwahrscheinlich, berichtet Abcnews.go.com. In beiden Kammern war die Zustimmung überwältigend. Im Kongress stimmten 352 Abgeordnete für das Verbot, 65 dagegen; im Senat gab es 79 Ja- und nur 18 Nein-Stimmen.

Digitec Galaxus wächst zweistellig
Der Schweizer Onlinehändler Digitec Galaxus verzeichnet 2024 ein zweistelliges Wachstum, zitiert Handelszeitung.ch ein Interview von Migros-Chef Mario Irminger im Sonntagsblick. Nach einem Umsatz von 2,4 Mrd. Franken in 2023 und dem neuen Wachstum in 2024 schreibe das Unternehmen weiterhin schwarze Zahlen und strebe eine Gewinnmarge zwischen 1,5 und zwei Prozent an. Die Migros-Tochter wolle auch in Deutschland weiter expandieren und habe dafür eine nicht näher bezifferte finanzielle Unterstützung von der Muttergesellschaft erhalten.

Türkei: Online-Handel erzielt 14,4 Mrd. Dollar Umsatz
Der türkische Online-Handel erzielte im November 2024 während der „legendären November-Rabatte“ einen Rekordumsatz von mehr als 500 Mrd. Lira (14,4 Mrd. Dollar), wie Hurriyet.de mitteilt. Marktführer Trendyol erreichte in 15 Ländern einen Absatz von mehr als 120 Mio. Produkten, unterstützt von seinen 90.000 Händlern und 25 Mio. aktiven Nutzern täglich. Konkurrent Hepsiburada verzeichnete 500 Mio. Besuche und verkaufte zwölf Produkte pro Sekunde. Besonders gefragt waren Schuhe, Kleidung, Smartphones und Haushaltsgeräte.

„Hi1“ ist Vietnams erste F2C-Plattform
Mit „Hi1“ ist das erste Factory-to-Consumer-Angebot Vietnams an den Start gegangen, das Hersteller ohne Zwischenhändler direkt mit Verbrauchern verbindet, berichtet Vir.com.vn. Die KI-gesteuerte Plattform verzichtet auf Verkäufergebühren und bietet neben gängigen Produktkategorien auch Handwerkserzeugnisse und Baumaterialien an. Im Unterschied zu ausländischen Anbietern wie Temu konzentriert sich Hi1 auf einheimische Produkte mit höherer Wertschöpfung und setzt auf strenge Qualitätskontrollen.


Drei Trends, die den Onlinehandel 2025 prägen werden
Das Jahr 2025 dürfte für den Handel kein leichtes werden. Viele Verbraucher halten sich angesichts von Wirtschaftskrise und drohendem Stellenabbau bei Ausgaben zurück. Umso wichtiger ist es für Onlinehändler, sich frühzeitig auf Trends und veränderte Kundenerwartungen einzustellen. Etailment-Experte Fabian Sedlmayr vom Fulfillment-Spezialisten Warehousing1 trifft drei Vorhersagen, die zeigen, wohin die Reise geht.

Verbraucher kaufen lieber Erlebnisse als Statussymbole
Teure Autos und Markenkleidung haben für 67 Prozent der Deutschen als Statussymbole ausgedient, so eine Umfrage der Open-Banking-Plattform Tink. Mehr als die Hälfte der Befragten investiert heute lieber in Erlebnisse wie Reisen oder Veranstaltungen statt in Luxusgüter. Die Mehrheit der Befragten kauft bewusster ein und bevorzugt deswegen langlebige Qualitätsprodukte – 58 Prozent halten diese trotz höherer Anschaffungskosten auch für wirtschaftlicher.

Deutsche befürworten Kartenzahlungspflicht
Die Hälfte der Deutschen befürwortet eine gesetzliche Pflicht zur Kartenzahlung und will trotzdem das Bargeld beibehalten, zitiert Mobiflip.de eine Alllensbach-Umfrage im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme. Bei den 16- bis 29-Jährigen fällt die Zustimmung mit fast zwei Dritteln noch deutlicher aus. Geschäfte, die nur Bargeld akzeptieren, werden zunehmend als rückständig wahrgenommen.

Programmierer programmieren nur eine Stunde täglich
Laut einer AWS-Erhebung verbringen Programmierer durchschnittlich nur eine Stunde ihrer täglichen Arbeitszeit mit dem eigentlichen Programmieren, berichtet T3N.com. Die restlichen sieben Stunden werden aber nicht mit Däumchendrehen verbracht, sondern mit Routineaufgaben wie Tests, Fehlerbehebung und Dokumentation. AWS will diesem Problem mit seinem KI-Assistenten „Amazon Q Developer“ begegnen, der Entwickler bei diesen zeitraubenden Aufgaben unterstützen soll.


NACHHALTIGKEIT

Verbraucher wollen nachhaltige Lieferketten
Eine aktuelle Studie von Integritynext zeigt, dass 48 Prozent der Deutschen beim Kauf von Weihnachtsgeschenken auf nachhaltige und faire Lieferketten achten. Mehr als die Hälfte der über 2.100 Befragten würde dafür höhere Preise zahlen, und 65 Prozent auch längere Lieferzeiten in Kauf nehmen. Fast die Hälfte der Verbraucher gab an, auf einen Kauf zu verzichten, wenn ein Unternehmen schlechte Arbeitsbedingungen in seinen Lieferketten duldet.

80 Prozent freuen sich über Second-Hand-Geschenke
Acht von zehn Deutschen freuen sich über gebrauchte Geschenke, so laut Ibusiness.de das Ergebnis einer Amazon-Umfrage. Auf dem Marktplatz stiegen die Verkäufe gebrauchter Waren in zwei Jahren um 15 Prozent, wobei besonders Elektronikartikel wie Staubsaugerroboter und kabellose Kopfhörer beliebt waren. Der Trend wird sich verstärken: Bei den Käufern zwischen 18 und 34 Jahren vergleichen bereits 90 Prozent die Preise zwischen neuen Produkten und Second-Hand-Angeboten vor dem Bestellen. In der Generation Z wiederum reparieren 25 Prozent defekte Gegenstände mit Hilfe von Online-Anleitungen.

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David Wöllenstein
Geschrieben vonDavid Wöllenstein

Redakteur

David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.

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