Ostdeutscher Einzelhandel einigt sich auf Tarif

Ostdeutscher Einzelhandel einigt sich auf Tarif

Die Einzelhandels-Beschäftigten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen bekommen mehr Geld. Davon profitieren werden allerdings die wenigsten Angestellten im Handel. Die Gewerkschaft will den Abschluss deshalb ausweiten.

Björn BöerBjörn BöerChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei ihrer dritten Tarifrunde geeinigt, damit endet auch der acht Wochen andauernde Streik der Einzelhandels-Beschäftigten. Ihre Einkommen steigen ab September und dann nochmal ab Juni kommenden Jahres, wie beide Tarifparteien mitteilten.

Die Arbeitgeber hatten in vorherigen Runden 1,5 Prozent mehr und eine Einmalzahlung angeboten. Die Gewerkschaft Verdi wollte einen Euro mehr pro Stunde durchsetzen. Das hätte für die unteren Einkommen ein Plus von 7 Prozent bedeutet.

Verdi kämpft für allgemeinverbindlichen Abschluss

Nur eine Minderheit der rund 265.000 Einzelhandels-Beschäftigten in den drei Ländern wird allerdings von dem Tarifabschluss profitieren. Deswegen will die Gewerkschaft den Abschluss als allgemeinverbindlich für die Branche erklären lassen. Die nötige Zustimmung der Arbeitgeber gibt es derzeit aber nicht.

Eine Einigung gab es für die rund 30 000 Beschäftigten im Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommerns, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Hier steigen die Einkommen nach den Angaben zum Oktober und dann nochmals im Juli 2016.

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Björn Böer
Geschrieben vonBjörn Böer

Chefredakteur

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

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