Ostdeutscher Einzelhandel einigt sich auf Tarif

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2 Min.Aktualisiert am
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Die Einzelhandels-Beschäftigten in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen bekommen mehr Geld. Davon profitieren werden allerdings die wenigsten Angestellten im Handel. Die Gewerkschaft will den Abschluss deshalb ausweiten.

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer bei ihrer dritten Tarifrunde geeinigt, damit endet auch der acht Wochen andauernde Streik der Einzelhandels-Beschäftigten. Ihre Einkommen steigen ab September und dann nochmal ab Juni kommenden Jahres, wie beide Tarifparteien mitteilten.

Die Arbeitgeber hatten in vorherigen Runden 1,5 Prozent mehr und eine Einmalzahlung angeboten. Die Gewerkschaft Verdi wollte einen Euro mehr pro Stunde durchsetzen. Das hätte für die unteren Einkommen ein Plus von 7 Prozent bedeutet.

Verdi kämpft für allgemeinverbindlichen Abschluss

Nur eine Minderheit der rund 265.000 Einzelhandels-Beschäftigten in den drei Ländern wird allerdings von dem Tarifabschluss profitieren. Deswegen will die Gewerkschaft den Abschluss als allgemeinverbindlich für die Branche erklären lassen. Die nötige Zustimmung der Arbeitgeber gibt es derzeit aber nicht.

Eine Einigung gab es für die rund 30 000 Beschäftigten im Einzelhandel Mecklenburg-Vorpommerns, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilte. Hier steigen die Einkommen nach den Angaben zum Oktober und dann nochmals im Juli 2016.

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