
Payment mit dem Dongle-Ding: Wer punktet am besten?
Mobile PoS-Services wie iZettle, Payleven, Sumup, Square und Streetpay sind die ideale Payment-Lösung für kleine und mittlere Händler: Ohne eine teure Infrastruktur anschaffen zu müssen, ermöglichen sie die Zahlungen mittels Kredit- und Debitkarten, indem ein Dongle – ein Adapter zum Lesen von Karten – an ein Smartphone oder Tablet angeschlossen wird. Im Rahmen einer Studie zu Mobile PoS und Mobile Payment hat die Managementberatung Mücke, Sturm und Company die wichtigsten Anbieter getestet u...
Ergebnis: Gesamtsieger ist der US-amerikanische Anbieter Square: Dumm nur: der ist in Deutschland bislang nicht auf dem Markt. Den besten in Deutschland verfügbare Dienst bietet laut Studie iZettle (Chip & Pin Modell).
Square punktet vor allem damit, dass es durch Kooperationen weit verbreitet ist und Praxistauglichkeit demionstriert. Square biete außerdem eine sehr gute Usability und Mehrwertdienste wie Kundenkarten, Geschenkkarten und ein Händlerverzeichnis, heißt es in der Studie. Square erzielt somit in allen fünf getesteten Kategorien (Kosten, Technische Sicherheit, Technik & Funktionen, Benutzerfreundlichkeit & Service, Vertrauenswürdigkeit & Geschäftsbeziehung) gute Ergebnisse.
Eine herausragende Wertung erhält Square im Bereich „Vertrauenswürdigkeit & Geschäftsbeziehung“. Dies liegt zum einen an hochklassigen Investoren wie Starbucks, Citigroup, VISA und Kleiner Perkins Caufield & Byers. Zudem verfügt Square über namhafte Referenzkunden wie Apple, BestBuy, Target, Wal-Mart sowie die am Unternehmen beteiligte Starbucks-Kette.
Die Akzeptanz von Mobile PoS ist jedenfalls groß. Doch während Anbieter wie Payleven offensiv um Restaurants, Döner-Buden und Kioske kämpfen, gilt das Interesse der deutschen Händler weder dem US-Vorbild Square noch dem anderen Test-Primus iZettle sondern einem anderen Player.
"Deutsche Händler setzen auf PayPal here, da PayPal mit mehr als 20 Millionen registrierten Online-Kunden bereits eine hohe Marktdurchdringung in Deutschland hat“, erklärt Martin Meinert, Berater bei Mücke, Sturm und Company. Zudem würden sich die Händler von PayPal als ganzheitlichem Zahlungsunternehmen eine bessere Multichannel-Strategie verprechen als von isolierten Dongle-Anbietern.
Das Rennen ist aber noch offen. Das zeigt sich auch daran, wie sich die Anbieter bemühen, praxisnahe Hardware-Lösungen auf den Markt zu bringen. So bietet Square einen Ständer für das iPad, das damit zur Kasse ausgebaut werden kann.
Paypal wiederum bietet in den USA "Cash for Registers" auf. Das Tablet-ähnliche System soll die alte Registrierkasse für ein Point-of-Sale-System von Paypal ersetzen. Paypal lockt dafür mit erheblichen Gebühren-Discount. Und bei Payleven können mit dem Chip & PIN Kartenleser nun auch Privatpersonen EC- und Kreditkarten entgegennehmen.
Die vollständigen Ergebnisse der Studie „Mobile PoS und Mobile Payment im zukünftigen PoS Payment Portfolio“ werden im September beim MS&C Payment Forum vorgestellt.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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