
Payment: Otto macht mit Yapital ab Juli Front gegen Paypal
Die Otto Group startet das Bezahlsystem Yapital im Juli 2013 bei SportScheck. Das kündigte Finanzvorstand Jürgen Schulte-Laggenbeck auf der Bilanzpressekonferenz der Otto Group in Hamburg an. Mit dabei sind noch in diesem Jahr aber nicht nur Otto-Töchter. Entsprechend optimistisch konnte der Finanzvorstand auch eine Breitseite gegen Mitbewerber Paypal abfeuern.
Der Handybezahldienst stellt sich dabei breitbeinig als nahezu eierlegende Wollmilchsau für den Multichannel-Einzelhandel und will bargeldlose Zahlungen stationär ebenso wie mobil oder online möglich machen.
"Wir erlauben es dem Konsumenten zu entscheiden, wann er wo und wie einkaufen will. Damit sind wir mit dem Bezahlvorgang viel näher am Kaufimpuls als andere Anbieter", trommelte Yapital-Geschäftsführer Nils Winkler im Interview mit etailment.
Yapital setzt dabei vor allem auf den QR-Code. Allerdings unterstützt Yapital auch NFC und Kartenzahlung mit der Yapital-Mastercard sowie einen klassischen Online-Checkout mit Username und Passwort.
Den QR-Code aber begreift Yapital als Super-Hub, der auf einem Terminal oder dem Kassendisplay ebenso angezeigt werden kann, wie auch auf Druckmedien wie Rechnungen oder Plakatwänden.
"Jede Werbeseite wird mit Yapital zur Katalogseite für den Verkauf. Der Kunde fotografiert den QR-Code zum Produkt ab und Yapital erledigt den Rest", schwärmt Hans-Otto Schrader, Vorstand der Otto Group.
Kein Wunder also, dass Finanzvorstand Jürgen Schulte-Laggenbeck vor Selbstbewusstsein strotzt und entgegen der sonst so kühlen Gewohnheit der Hamburger die Konkurrenz abwatscht: "Paypal ist etwas in die Jahre gekommen."
Auch die Otto-Beteiligung NuBOn, die Kassenbons und Kundenkarten digital auf das Smartphone bringt, wird mit Yapital verschränkt. Die NuBON-App wird auch eine Bezahlfunktion beinhalten und mit Yapital funktionieren. Umgekehrt wird auch Yapital Funktionen von NuBON übernehmen. Darüberhinaus erlaubt Yapital, dass Nutzer Geld direkt zwischen Smartphones hin und her transferieren.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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