Per iPad vernetzte Verkaufsberatung punktet gegen Showrooming

Per iPad vernetzte Verkaufsberatung punktet gegen Showrooming

Händler müssen Showrooming nicht fürchten. Vor allem nicht, wenn es ihnen gelingt, das Offline-Erlebnis mittels mobiler Technologie mit ihrem Online-Store zu verbinden. Dank iPad und Co als Informations- und Order-Werkzeug wandelt sich die Rolle der Berater im Laden zum umfassenden Einkaufshelfer. Davon profitieren auch mittelständische Händler.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die digitale Integration treibt beispielsweise der Frankfurter Einzelhändler Joachim Stoll (Koffer24.de) voran und vertraut dabei auf eines der wohl vielversprechendsten Konzepte, wenn es um den Einsatz von Software-as-a-Service (SaaS) im Laden geht. Nämlich, wenn das iPad zugleich Erklärhilfe, Ratgeber und Bestellplattform für die Kunden im Laden ist.

#BL-5846#Stoll setzt dabei gegenwärtig auf die Cross-Channel-Plattform von Storeplus. Die Verkäufer im Laden erhalten dabei über Tablets Zugriff auf das gesamte Angebot des Online-Shops und können ihre Kunden so erweitert beraten. Schließlich steht damit im virtuellen Regal nun das gesamte Sortiment bereit. Zudem kann damit direkt im Online-Shop bestellt und verschickt werden. Gleichzeitig aber kann der Kunde seine Ware wie gewohnt auch bar an der Kasse zahlen.

Die Lösung, die vom Unternehmen in Hungen (Hessen) als SaaS angeboten wird, stellt neben den Grundfunktion auch das Scannen des Produktcodes zum schnelleren Finden der Produkte und Mobile Payment an den mobilen Tablets der Verkäufer bereit. Abgeschlossen wird die Bestellung an der Kasse, sobald der Verkäufer den dazugehörigen QR-Code eingescannt hat.

Nach Ansicht von Stoll lohnt sich der Einsatz, weil er für zusätzliche Umsätze im Laden sorgt und ein zusätzliches Servicelement die Beratung der Kunden verbessert.

Sein Beispiel zeigt, dass der per iPad vernetzte Verkäufer in der Filiale jedenfalls nicht nur eine Option für große Ketten wie Sport-Scheck oder Macys ist, die allesamt mit entsprechenden Anbietern eine mit dem Warenwirtschaftssystem gekoppelte und iPad-geführte Verkaufsberatung als weiteren Trumpf des stationären Handels ausspielen.

Wie überlebt man im digitalen Darwinismus? Diese Frage wollen wir Joachim Stoll unter anderem auf dem etailment Summit im November in Berlin stellen.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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