
Personalisierung: Die Empfehlungsmaschinerie verhilft Onlinehändlern in Echtzeit zu mehr Umsatz
Jeder Prozentpunkt bessere Conversion im Onlinehandel kann ein harter Kampf sein. Wenn ein Anbieter gleich ein zweistelliges Wachstum wuppt, lässt das aufhorchen. Noch dazu im Newsletter. Gelungen ist das dem Re-Commerce-Anbieter reBuy mit intelligenter Personalisierung.
Handys, Tablets, Videopiele, Filme, CDs, Bücher, und andere Staubfänger kauft reBuy ohne Auktion auf, verkauft das entstaubte Material dann wieder über die Plattform. Der Reseller, für den die Unternehmensgründer Lawrence Leuschner und Marcus Börner einst im TV-Spot in glitzernden grünen Boxershorts aufmerksamkeitsstark durch den Werbeblock tanzten, schaffte 2013 55 Millionen Euro Umsatz (2012: 40 Mio. Euro) und zahlte über 27 Millionen Euro an seine Kunden für gebrauchte Artikel aus. Da ist aber weiter noch Luft nach oben.
Conversion-Rate gesteigert
Ein Werkzeug dabei für reBuy: E-Mail-Marketing , das mittels auf individuelle Interessen des Empfängers zugeschnittene Inhalte besser verkauft.
Weil die Botschaften und beworbenen Produkte besser passen, erhöhte sich die Conversion-Rate bei reBuy durch die personalisierte Ansprache um ganze 18 %. Auch die Öffnungsraten stiegen um 3 %.
Und das geht so: Auf Basis des Surf- und Kaufverhaltens im Online-Shop, der Warenkorbhistorie sowie des aktuellen Klickverhaltens im E-Mail-Kanal generiert ein Newsletter-Modul, in diesem Fall eine „Realtime Decisioning Engine“ von prudsys, maßgeschneiderte Empfehlungen. Die individuellen Vorschläge erarbeitet das System automatisiert, also ohne manuelles Zutun. Das spart Pflegeaufwand.
Durch das Zusammenspiel mit der E-Mail-Marketing-Software optivo broadmail werden so in Echtzeit – also erst beim tatsächlichen Öffnen der Newsletter - dynamische Kaufvorschläge platziert, die nach Meinung des Algorithmus den Interessen der E-Mail-Empfänger entsprechen.
Angebote und Preise in Echtzeit
Vorteil der Echtzeit-Lösung: Bei noch nicht geöffneten Newslettern sind sogar Preisanpassungen in letzter Minute möglich. Hinzu kommt: Zusammen mit einem angebundenen ERP-System kann auch die Warenverfügbarkeit geprüft werden, samt alternative Empfehlungen im Fall der Fälle.
Tolino ganz individuell
Doch nicht nur Newsletter-Inhalte lassen sich mit einer Empfehlungsmaschine personalisieren.
Beispiel Bertelsmann: Im E-Readers Tolino bietet Der Club Bertelsmann den Nutzern Top-Empfehlungen in Form von Büchern oder Media-Artikeln, die von der prudsys RDE berechnet wurden. Der Kunde erhält also auch im Lesebrettchen personalisierte Empfehlungen. Im Newsletter und im Webshop sind die individuellen Tipps ohnehin längst Standard. Der Umsatz aus Empfehlungen über verschiedene Kanäle beträgt dabei bis zu 5,5% des Gesamterlöses.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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