
Pinterest - "Da entsteht gerade ein Massenmarkt"
Ich habe an dieser Stelle ja schon hin und wieder über Pinterest geschrieben und versucht aufzuzeigen, welche Vorteile für den E-Commerce die digitale Bilder-Pinnwand haben könnte. Anzsatzpunkte gibt es einige. Erst recht, da sich Pinterest nun als regelrechte Trafficschleuder entpuppt, die mehr Traffic auf verlinkte Website bringt als Google+ oder Twitter und sich vor allem Frauen, deutlich shopping-affiner als Männer, auf der Plattform tummeln. Auch in Deutschland wächst das Interesse gerad...
Auch in Deutschland wächst das Interesse gerade rasant. Mein Postfach quillt derzeit über mit neuen Kontakten, die mir ähnlich dem "Follower"-Prinzip bei Twitter folgen. Schon lange habe ich nicht mehr einen derartigen Hype erlebt.
Ist der Hype berechtigt?
Ja.
Das findet übrigens auch Rocket Internet. Der Klon Pinspire ist Beleg genug dafür.
Ist Pinterst ein nachhaltiges Konzept?
Ja.
Wird das groß?
Ja. Sehr.
Selten habe ich Social Media-Experten der Reihe nach so elektrisiert gesehen. Nico Lumma, einst Social Media Director bei Scholz & Friends und nun Chief Operating Officer bei der Beteiligungsgesellschaft Digital Pioneers, bekommt sich beispielsweise inzwischen kaum noch ein: "Da entsteht gerade ein Massenmarkt".
Kürzer kann man es kaum begründen, als mit seinem Satz "Idiotensicheres Kuratieren von Produkten."
Etwas sachlicher gesagt:
Binnen kürzester Zeit wird die Plattform auf einem Schatz an Daten über Nutzer und ihre Vorlieben sitzen.
Vielleicht sogar besser als dies bei Facebook mit den Nutzerprofilen gelingt, die angesichts des Hangs zur zunehmenden digitalen Selbstoptimierung und Imagegestaltung an Wert verlieren könnten. Pinterest ist dagegen das Abbild des Konsumenten als Konsument. Mehr als jeder Amazon-Wunschzettel ist es ein Destillat seiner Wünsche und Vorlieben.
Als Webshop, als Händler und auch als Marke sollten Sie sich deshalb einen Gefallen tun. Experimentieren Sie frühzeitig mit Pinterest und lassen Sie sich von den ersten US-Ideen anregen.
Ach ja, und legen Sie beim Surfen auf Pinterest Ihre Kreditkarte weit, weit weg.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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