
Pop-Up-Stores: So finden Händler die passende Location
Onlinehändler, die ihre Marke erlebbar machen wollen, treibt es in die Fußgängerzonen – Pop-up-Stores als Multichannel-Spielplatz und Testlabor. Doch wie kommt man am besten an entsprechende Ladenflächen? Man kann den Makler um die Ecke fragen. Doch auch einige Spezialisten haben sich auf die wachsenden Nachfrage hierzulande eingerichtet.
Es sind nicht nur große Namen wie jüngst Zappos (Las Vegas) oder auch Zalando, zuletzt gabs eine Pop-up-Eröffnung in Warschau, die das Markenerlebnis auf die Straße bringen, sondern auch kleiner Händler wie Urbanara im Bikini Berlin oder Amorelie mit einem sexy Ableger in Berlin. Auch die Otto-Group-Tochter sheego zeigte sich im neuen Einkaufszentrum Milaneo in Stuttgart.
Doch wie findet man die entsprechende Location?
Eine der ersten Adressen für temporäre Läden: Immobilienscout24 bietet dafür sogar eine eigene Rubrik auf und bietet sich auch als Helfer bei der Promotion an.
Das Start-up Popup Berlin, es war zeitweilig beim Immobilienscout24-Inkubator YOU IS NOW beheimatet, hilft außerdem bei der Suche in rund einem halben Dutzend deutscher Großstädte und liefert online natürlich auch Eindrücke des Ladens. Inzwischen steht Popup Berlin finanziell und strategisch auf eigenen Beinen und agiert unabhängig.
Bei der Suche nach Zwischenmieten hilft auch „Popup my brand“, die unter anderem für Happy Socks in Köln, Hamburg, München und Berlin Pop-Up-Stores organisierten und auch Personal stellten.
„We are Pop up“ nennt sich ein international ausgerichteter Anbieter, der neben etlichen britischen Adressen auch Berlin im „Sortiment“ hat.
Wer ein Plätzchen in den USA sucht, der ist bei der Mutter aller Pop-up-Makler Storefront an der richtigen Adresse.
Doch nicht nur die Fläche und der richtige Standort sind wichtig.
- Am Personal sollten Händler auch nicht sparen. Gerade in diesen temporären Aushängeschildern der Marke für neugierige Kunden ist freundliches und qualifiziertes Personal gefragt.
- Im Show-Laden sollten Händler nicht allein auf Konversionsraten schielen. Stattdessen sollten sie eher dafür sorgen, dass das Markenerlebnis auch mit Blick auf den Online-Shop möglichst umfassend ist.
- Entscheidend für den Erfolg ist auch ausreichend PR: Es kann beispielsweise sinnvoll sein, soziale Medien für mehr Mundpropaganda einzubinden. So initierte Happy Socks für den Store in Berlin eine Foto-Aktion bei Instagram, die die Location bekannter machen sollte.
- Auch Blogger sind Multplikatoren, die man zu einer Eröffnung einladen sollte.
- Die zeitlich begrenzten Stores sind eine gute Gelegenheit, um spezielle Promotions zu testen, neue oder limitierte Produkte anzubieten und zu erproben oder Hardcore-Fans ein besonderes Goodie bei einem Besuch im Laden zu bieten.
Adding Berlin to the repertoire! Münzstraße 11c, 10178 Berlin Mitte, MON-SAT: 12PM-8PM #HappySocksBerlin pic.twitter.com/q8SGCR5Rzc
— Happy Socks (@HappySofficial) 3. November 2014
Lesetipp: "Pop-up-Stores im Modebereich: Erfolgsfaktoren einer vergänglichen Form der Kundeninspiration" (pdf). Der 34-Seiter vom IMB Institute of Management Berlin ist nicht nur für das Fashion-Segment interessant und trotz des Veröffentlichungsjahres 2012 immer noch aktuell.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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