
Preise fallen so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr
Billige Brennstoffe und billiges Öl sei Dank: Die Großhandelspreise haben einen historischen Verfall erlebt, teilt das Statistische Bundesamt mit.
David WöllensteinRedakteurPreisstabilität
Die Lage an der Preisfront entspannt sich seit Monaten, vor allem aufgrund sinkender Energiepreise. Im Februar hatte die jährliche Teuerungsrate in Deutschland 1 Prozent betragen. Sie lag damit deutlich unter der Marke von 2 Prozent, bis zur der die Europäische Zentralbank (EZB) Preisstabilität gewahrt sieht.
Im Großhandel waren im Januar feste Brennstoffe und Mineralölerzeugnisse um 18,3 Prozent preiswerter als vor einem Jahr. Gegenüber dem Vormonat verbilligten sich diese Produkte um 0,7 Prozent.
Tabak und Futtermittel erheblich billiger
Erhebliche Preisrückgänge im Vergleich zum Vorjahr ermittelten die Statistiker im Januar in der Landwirtschaft und im Nahrungsmittelsektor. Gegenüber dem Dezember verteuerten sich diese Produkte allerdings saisonbedingt. Getreide, Rohtabak, Saaten und Futtermittel lagen um 41,8 Prozent unter dem Preisniveau von Januar 2008, verteuerten sich aber gegenüber Dezember 2008 um 1,5 Prozent.
Auch Datenverarbeitungsgeräte und Software kosteten auf Großhandelsebene 17,2 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahresmonat und 2,6 Prozent weniger als im Dezember 2008.
Im Gesamtjahr 2008 war im deutschen Großhandel der stärkste Preisanstieg seit 26 Jahren registriert worden. Trotz der bereits zum Jahresende deutlich sinkenden Preise betrug die Teuerung im Jahresschnitt 5,4 Prozent.

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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