Projekt Fokus: Umbau von Otto, Baur und Schwab nimmt Konturen an

Projekt Fokus: Umbau von Otto, Baur und Schwab nimmt Konturen an

Als Otto im Frühsommer das Projekt Fokus ankündigte, war klar, es würde eines der ehrgeizigsten Baustellenvon Otto Vorstandschef Hans-Otto Schrader sein, um Otto und die Töchter Baur und Schwab fit für die Zukunft zu machen. Wandel aus Eigeninitiative, bevor das Unternehmen nur noch auf den Druck des Marktes reagieren kann. Jetzt legt Otto erste Ergebnisse vor. Und die sprechen für klarere Kante, deutlichere Positionierung und decken sich weitgehend mit den Erwartungen des Frühsommers.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Otto-Chef Schrader investiert Millionen in den Umbau

Als Otto im Frühsommer das Projekt Fokus ankündigte, war klar, es würde eines der ehrgeizigsten Baustellenvon Otto Vorstandschef  Hans-Otto Schrader  sein, um Otto und die Töchter Baur und Schwab fit für die Zukunft zu machen. Wandel aus Eigeninitiative, bevor  das Unternehmen nur noch auf den Druck  des Marktes reagieren kann.

Jetzt legt Otto erste Ergebnisse vor.

Und die sprechen für klarere Kante, deutlichere Positionierung und decken sich weitgehend mit den Erwartungen des Frühsommers.

Was steht bei Otto an?

Aktuelle Mode für die moderne Frau wird bei der Markenprofilierung wieder deutlich in den Vordergrund gestellt. Otto will in attraktive Sortimente investieren "mit persönlicher, femininer Marken-DNA", was immer man in Hamburg darunter versteht. In der Werbung aber soll das klarere Profil auch sichtbarer herausgestrichen werden.  Dann wird man sehen.

Wohin steuert Baur?

Baur richtet sich mit den Profilsortimenten Mode, Schuhe und Wohnen an die eher wertkonservative Kundin.

Die Position von Schwab?

Schwab wird sich mit der Marke Sheego auf Große Größen konzentrieren.

Synergien?

Auch technisch soll der Konzern durchgepustet werden. Bei Alexander Birken, Konzern-Vorstand Multichannel Distanzhandel und verantwortlich für Fokus, klingt das dann so: "Wir werden in den kommenden zwei Jahren eine neue Software für otto.de selbst entwickeln und damit das Herzstück der Plattform rundum erneuern. Außerdem sind wir überzeugt davon, dass E-Commerce zum Everywhere-Commerce wird. Unser Anspruch ist, unseren Kunden auf jedem relevanten Endgerät das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten.“

Insgesamt wird in den kommenden drei Jahren ein Betrag im dreistelligen Millionenbereich in Otto investiert.

Geprüft wird zudem,  ob und wie das Einkaufs- bzw. Category Management und Back-Office-Funktionen wie beispielsweise Buchhaltung, Controlling oder Personaladministration zentralisiert geführt werden können. Marketing- und Servicefunktionen aller drei Marken sollen aber weitgehend dezentral an den Standorten erhalten bleiben.

Die Folge aber ist klar. Deutlicher Arbeitsplatzabbau bis 2015. Ab 2013 könnten bei der Einzelgesellschaft OTTO bis zu 450 von 3.236 Vollzeitstellen von den Umstrukturierungen betroffen sein, Bei Baur in Burgkunstadt könnten bis zu 210 Vollzeitstellen von einem Abbau betroffen sein. Bezogen auf die insgesamt 3.296 Vollzeitstellen der Baur-Gruppe in Oberfranken werden maximal sieben Prozent betroffen sein. Bei Schwab in Hanau könnten maximal 40 Stellen betroffen sein.

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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