Quelle-Mitarbeiter demonstrieren

Quelle-Mitarbeiter demonstrieren

Die Quelle-Mitarbeiter machen ihrem Unmut mit einem "öffentlichen Aufschrei" Luft. Unterdessen fragen sich Verbraucherschützer, was mit den Kundendaten passiert.

Thomas RehmThomas RehmRedakteur
2 Min.· Aktualisiert am
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Die Arbeitnehmervertreter machen neben dem Arcandor-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg auch Politiker auf Bundes- und Landesebene für das Scheitern der Rettungsbemühungen verantwortlich. Von der bayerischen Staatsregierung und der Bundesregierung fordern sie Mittel für ein arbeitsmarktpolitisches Sonderprogramm sowie für ein Strukturprogramm für Nürnberg und Fürth.

Insolvenzverwalter Görg hatte vor rund zwei Wochen überraschend das Aus für Quelle bekanntgegeben. Da sich kein Investor gefunden habe, der bereit sei, das Unternehmen als Ganzes zu übernehmen, bleibe nur die Abwicklung des Versandhauses. Als Problem hatte er unter anderem die seit Wochen sinkenden Umsatzzahlen genannt. Rund 2.000 der etwa 6.000 verbliebenen Quelle-Beschäftigten waren daraufhin zum 31. Oktober freigestellt worden.

Verbraucherschützer sorgen sich um Kundendaten

Unterdessen sorgen sich Verbraucherschützer laut Medienberichten um den Verbleib der bis zu acht Millionen Kundendaten, die auf den Festplatten der in Abwicklung befindlichen Quelle-Versandgruppe gespeichert sind. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" zufolge den Insolvenzverwalter auf, die wertvollen und zum Teil sensiblen Kundendaten nicht wie die anderen Waren zu verkaufen.

Nach dem gerade erst novellierten Datenschutzgesetz dürfte das Unternehmen wohl nach dem unter Experten heftig umstrittenen 'Listenprivileg' bestimmte Daten wie Name, Anschrift, Geburtsjahr und maximal ein einziges Kaufmerkmal - beispielsweise wenn der Kunden häufig Wein bestellt - weiterveräußern, wie das Bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht klar stellt.

Andere Daten wie Bankverbindungen und Angaben zur Zahlungsmoral dürfen dagegen nicht weitergegeben werden. Diese Daten würden gesperrt und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht gelöscht, heißt es dazu bei Quelle.

Verbraucherschützer bleiben aber misstrauisch. So rät die zuständige Fachbereichsleiterin beim vzbv den Versandkunden der üblicherweise bei Bestellungen erteilten Nutzungsgenehmigung ihrer Daten zu widersprechen und die Löschung zu beantragen.

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Thomas Rehm
Geschrieben vonThomas Rehm

Redakteur

Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.

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