Insolvenzverwalter Görg hatte vor rund zwei Wochen überraschend das Aus für Quelle bekanntgegeben. Da sich kein Investor gefunden habe, der bereit sei, das Unternehmen als Ganzes zu übernehmen, bleibe nur die Abwicklung des Versandhauses. Als Problem hatte er unter anderem die seit Wochen sinkenden Umsatzzahlen genannt. Rund 2.000 der etwa 6.000 verbliebenen Quelle-Beschäftigten waren daraufhin zum 31. Oktober freigestellt worden.
Verbraucherschützer sorgen sich um Kundendaten
Unterdessen sorgen sich Verbraucherschützer laut Medienberichten um den Verbleib der bis zu acht Millionen Kundendaten, die auf den Festplatten der in Abwicklung befindlichen Quelle-Versandgruppe gespeichert sind. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" zufolge den Insolvenzverwalter auf, die wertvollen und zum Teil sensiblen Kundendaten nicht wie die anderen Waren zu verkaufen.
Andere Daten wie Bankverbindungen und Angaben zur Zahlungsmoral dürfen dagegen nicht weitergegeben werden. Diese Daten würden gesperrt und nach Ablauf der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht gelöscht, heißt es dazu bei Quelle.
Verbraucherschützer bleiben aber misstrauisch. So rät die zuständige Fachbereichsleiterin beim vzbv den Versandkunden der üblicherweise bei Bestellungen erteilten Nutzungsgenehmigung ihrer Daten zu widersprechen und die Löschung zu beantragen.

Redakteur
Thomas Rehm ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Der erfahrene Fachjournalist schrieb zuvor viele Jahre für Titel der dfv Mediengruppe, darunter das Konsumgüter- und Verpackungsportal packaging-360.com, und begleitet heute die Themen Handel, Konsumgüter und Digitalisierung.
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