QVC feuert Mitarbeiter wegen "Liebe zu Jesus"

QVC feuert Mitarbeiter wegen "Liebe zu Jesus"

Sein Glauben hat einen Mitarbeiter des Versenders QVC den Job gekostet: Der Mann hat seine tiefe Religiösität während der Arbeit zu heftig ausgelebt und wurde entlassen. Ein Gericht bestätigte heute die Kündigung.

Steffen GerthSteffen GerthRedakteur Der Handel und etailment
2 Min.· Aktualisiert am
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Es war immer derselbe Mitarbeiter, der diese Grußworte sprach, bei jedem Telefonat. Der Mann ist tief religiös, und darauf berief er sich auch, als QVC die Schlussformel mehrfach monierte. Ohne Ergebnis. Seine Liebe zu Jesus wog stärker als der Tadel vom Arbeitgeber.

Zwar soll es keine Beschwerden von Kunden gegeben haben - trotzdem wurde es QVC irgendwann zu bunt. Dem 29 Jahre alten Mann wurde Anfang 2010 fristlos gekündigt.

Früheres Urteil aufgehoben

Das Landesarbeitsgericht Hamm bestätigte nun die Kündigung und hob damit das Urteil des Arbeitsgerichts Bochum aus dem vorigen Jahr auf, gegen das QVC Berufung eingelegt hatte.

Die Bochumer Richter hatten damals gesagt, dass unternehmerische Freiheit hinter die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit des Klägers zurückzutreten habe.

Der Mitarbeiter hatte betont, dass er versucht habe, sowohl seine religiösen Verpflichtungen, als auch seine arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Jetzt ist er arbeitslos.

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Steffen Gerth
Geschrieben vonSteffen Gerth

Redakteur Der Handel und etailment

Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

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