
Rocket Internet: JP Morgan kauft sich mit weiteren Millionen ein
Rocket Internet kommt an in einer Geschwindigkeit an frisches Geld wie manch einer nur am Bankautomaten. Binnen weniger Tage hat JP Morgan gleich zwei Projekte mit Millionen gefüttert und wird damit immer mehr zur Hausbank von Marc, Oliver und Alexander Samwer. Gerade eben hat JP Morgan in Zalora investiert, Fashion-Plattform in Singapur für Südostasien. Der nächste Streich: Der Finanzriese investiert auch in Zando, Schuh-Startup in Südafrika.
Wie hoch das Investment in die zu Jahresbeginn gestartete Zalando-Variante ist , bleibt unklar. In der kurzen Zeit hat sich Zando jedenfalls unter der Leitung von Manuel Koser und Peter Allerstorfer zu einem 200 Mann-Betrieb gemausert.
Wie hoch das Investment beim Zappos-Klon Zalora ist, wo Marc Samer als Bannerträger seLbst vorneweg geht, ist gleichfalls unklar.
Beide Investments dürften aber zweistellig sein. Drunter tut es JP Morgan selten.
- Der Einstieg von JP Morgan beim Amazon-Klon Lazada, ebenfalls Rocket Internet, wird mit über 50 Millionen Dollar taxiert.
- Außerdem hat sich JP Morgan am brasilianischen Zalando-Ableger Dafiti , dort mit 45 Millionen Dollar, und Schuh-Shop The Iconic in Australien beteiligt.
- Zwischen 40 und 80 Millionen Dollar, so genau weiß das Techcrunch nicht, gab es zudem aus der gleichen Ecke für Lamodu.ru. Lamoda, russische Zalando-Variante, bietet 500.000 Produkte, 700 internationale Marken und 5 Millionen Unique User.
- Ach ja, darüber kann man fast übersehen, dass sich die Vermögensverwaltungssparte der US-Bank JP Morgan auch noch mit 1,3 Prozent an Zalando selbst beteiligt hat.
Hm. Sitzen bei JP Morgan schlichtweg Fans oder Optimisten? JP Morgan sah beispielsweise noch im Juni den Aktienkurs von Facebook in 12 Monaten bei 45 Dollar. Nunja. Vielleicht muss man als Konsortialbank des IPO von Facebook auch so frohgemut sein. Und vielleicht rechnet man das gut gestreute Investment bei Rocket Internet und Zalando ja auch aus der Sicht der Konsortialbank - als Investment in die Freundschaft, um bei einem Börsenstart ganz vorne mit dabei zu sein.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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