
Roomle: Mit dieser App wollen Sie gleich die ganze Wohnung umräumen - und nie mehr in den Möbelladen
Raumplaner-Apps und Wohneinrichtungs-Apps, vor allem jene, die auch mit Augmented Reality virtuelles Möbelrücken erlauben, waren bislang eher Krücken und kaum etwas für Leute, die schon an der Komplexität eines Zollstocks scheitern. Selbst die schon vergleichweise leicht bedienbare AR-Anwendung des Ikea-Katalogs, glich streckenweise mehr dem üblichen nervenaufreibenden Bauspaß wie man ihn halt von den Schweden kennt. Doch nun kommt Roomle. Den bislang browserbasierten Raumplaner gibt es nun a...
Nun erfolgt mit der iPad-App (Android-App ist geplant) der Sprung in die mobile Welt und die erweiterte Realität.
Wie in der Browser-Version kann man Räume nach exakten Maßen aufbauen, Möbel wählen und platzieren, Farben aussuchen. Das geht alles sehr intuitiv. Wie im Web kann auch in der App die Planung in einer 3D-Ansicht durchlaufen und aus allen Winkeln betrachtet werden.
Der Clou aber: Die gewünschten Möbel können mit Hilfe von Augmented Reality ins Videobild eines realen Raums gesetzt werden. Und das ohne Marker, also irgendein ein Tool, das man auf den Boden legen und dann einscannen muss. Das schafft eine ziemlich gute Usabilty. Das zeigt das Video mehr als eindrucksvoll.
Roomle iPad App from Netural on Vimeo.
Nachteil bislang noch: Man kann keine eigenen Möbel einscannen. Eine Funktion, eigene Möbel zu fotografieren und das Foto dann den Vorlagen zuzuordnen sowie via Google Sketchup eigene 3D-Möbel hochzuladen, ist aber in Vorbereitung.Rennt dann demnächst jeder mal in den Laden, fotografiert das Sofa, checkt es dann daheim am Küchentisch mit Roomle, um es dann bei Home24 zu bestellen? Muss nicht.
Hersteller wie Handel können künftig über eine Schnittstelle ihre Möbel zu Roomle exportieren. Netural verhandelt derzeit mit einer ganzen Reihe von Markenherstellern und Händlern.
Lohnend erscheint die Lösung dabei sowohl für Pure-Player, um die Vorstellungskraft für ein Möbel zu steigern, wie auch für den stationären Handel, der so seine Beratungsleistung im Laden verbessern kann oder per App einen weiteren Touchpoint zum Kunden aufbaut. Roomle könnte da für alle Player eine spannende Brücke bauen.
Netural, eigentlich eine Digital Media Agentur, sieht jedenfalls reichlich Potenzial in seinen Raumplaner und will Roomle nun wohl als eigenständiges Spin-off betreiben. Die iPad-App wird schon jetzt in sechs Sprachen gelauncht: Deutsch, Englisch, Portugiesisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.
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