
Schickedanz: "Ich habe keinen Einfluss mehr"
Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz räumt eine Mitschuld an der Arcandor-Krise ein. Sie habe viel Geld verloren und müsse deshalb beim Discounter einkaufen, sagte sie in einem Interview.
David WöllensteinRedakteurMadeleine Schickedanz ist die größte Einzelaktionärin von Arcandor. Über einen Pool hält sie einen Anteil von 26,7 Prozent am insolventen Konzern.
Ex-Milliardärin kauft beim Discounter ein
Wegen der Schieflage der Quelle-Mutter Arcandor habe sie viel Geld verloren. Der Wert ihres Aktienpakts sei von einst drei Milliarden Euro auf rund 27 Millionen Euro geschrumpft.
Das Zusammenschmelzen des Vermögens hat für die Ex-Milliardärin Folgen: "Wir leben von 500 bis 600 Euro im Monat. Wir kaufen auch beim Discounter. Gemüse, Obst und Kräuter haben wir im Garten", sagte Schickedanz der "Bild am Sonntag".
Spekulationen um Zerschlagung
Im Interview bezeichnete sich Schickedanz als "Mittelständlerin, die privates Geld und Vermögen in die Firma investiert hat". Misslingt die Rettung von Arcandor, würde sie "alles verlieren".
Mittlerweile wird über eine Zerschlagung des Konzerns spekuliert. Laut Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hat Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick Investmentbanken als "Plan B" beauftragt, Möglichkeiten für einen Teilverkauf der Warenhauskette Karstadt und des Versandhändlers Primondo auszuloten.
dpa / DH

Redakteur
David Wöllenstein ist Redakteur bei etailment und „Der Handel“. Er schreibt über E-Commerce, Retail-Technologie und digitale Geschäftsmodelle — zuletzt intensiv über Agentic Commerce und den Einsatz von KI im Handel.
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