Schlecker setzt NFC-Terminals ein

Schlecker setzt NFC-Terminals ein

Die Drogeriekette Schlecker führt in Österreich Kartenterminals mit NFC-Technik ein. Den Kunden soll damit das kontaktlose Zahlen ermöglicht werden.

2 Min.· Aktualisiert am
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Noch in diesem Herbst soll des Roll-Out in allen rund 1.000 Schlecker-Filialen in der Alpenrepublik durch die Umstellung auf neue Kartenterminals von First Data abgeschlossen werden.

Kunden können zum Bezahlen dann einfach ihre PayPass-Karte im Abstand von weniger als vier Zentimetern kurz an ein Lesegerät halten. Die Karte muss nicht aus der Hand gegeben werden. PayPass bis zu einem Rechnungsbetrag von 25 Euro ohne PIN oder Unterschrift. Transaktionen über diesem Betrag erfolgen ebenfalls kontaktlos, müssen aber mit PIN oder Unterschrift autorisiert werden.

Der Vorteil für den Händler ist neben der schnelleren Zahlungsabwicklung eine geringere Abnutzung und Störanfälligkeit der eingesetzten Terminals.

NFC-Technologie als Brückenkopf zum M-Payment

Die so genannte "Near Field Communication"-Technik ermöglicht nicht nur kontaktlose Kartenzahlungen, sie gilt vor allem auch als Brückentechnologie für mobile Zahlungslösungen mit dem Handy. Neuste Smartphone-Generationen haben die NFC-Technik bereits an Bord und die M-Payment-Konzepte von Google Wallet, PayPal oder mpass (Telekom/Vodafone/O2) basieren ebenfalls auf dieser Technologie.

Kontaktlose Geldkarte ab 2012 im Praxistest

Auch die deutschen Sparkassen wollen ab dem kommenden Jahr sämtliche Girocards (vormals: EC-Karten) mit der NFC-Technologie ausrüsten und eine kontaktlose Geldkarte etablieren. Bei einem Feldtest, der im kommenden Jahr in der Region Braunschweig, Hannover und Wolfsburg starten soll, sind neben Edeka voraussichtlich auch Esso, dm-drogeriemarkt und ein namhafter Discounter beteiligt, wie aus dem Markt zu hören ist.

In Deutschland haben die Douglas Holding und die Deutsche BP (Aral) angekündigt, in den kommenden Monaten sämtliche Kassenterminals durch NFC-fähige Geräte des Terminalherstellers ICP zu ersetzen. Treiber dieser Umrüstung ist jedoch nicht die angekündigte SparkassenCard sondern, wie im Falle von Schlecker-Österreich, die PayPass-Technologie von Mastercard.

Für Schlecker Österreich ist der Einsatz der kontaktlosen Bezahllösung auch ein Imagethema: "Schlecker präsentiert sich als modernes Handelsunternehmen. Dies ist in Österreich an der Einführung unseres neuen hellen und freundlichen Shopsystems ebenso zu erkennen wie an vielen innovativen Neuerungen wie zum Beispiel PayPass", meint Thorsten Rusch Vorstand und COO des Konzerns. "Wir freuen uns, damit eine Vorreiterrolle in Österreich einzunehmen."

Im Gegensatz zum Heimatmarkt, wo das Drogerieunternehmen 800 der rund 7.800 Märkte schließen muss, will Schlecker in Österreich alle rund 1.000 Filialen auf das neue Ladenkonzept umstellen. 

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