"Shop the Look": So heben die Fashion-Anbieter die Outfits auf die Bühne

"Shop the Look": So heben die Fashion-Anbieter die Outfits auf die Bühne

„Shop the Look“ heißt es nun bei Zalando. Das Feature hilft dabei, gleich das komplette Outfit zusammenzustellen, in dem das Model im Shop so adrett aussieht. Die Funktion für mehr Bequemlichkeit und Inspiration gibt es auch bei anderen Mode-Anbietern. Mit großen Unterschieden bei Gestaltung und Usability. Welcher Look schlägt sich besonders gut?

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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"Ich frage mich gerade warum Zalando immer wieder Applaus für Dinge bekommt, die andere Onlineshops seit Jahren implementiert haben?" klagt Leser Michael Rietdorf von E-Commerce-Agentur Denkteich in den Kommentaren zur Meldung über das neue Zalando-Feature.
Er merkt zu Recht an: Breuninger, Tom Tailor oder auch van Graaf bieten längst ähnliche Optionen. Aber auch Marc O`Polo, Hallhuber, About You, sogar Versace bieten entsprechende digitale Catwalks.

Die aber sind höchst unterrschiedlich gelöst. Wir zeigen verschiedene Varianten.

Beispiel Zalando:
Für den Blick auf das gesamte Outfit zum einzelnen Kleidungsstück braucht es einen weiteren Klick. Dann aber werden die einzelnen Teile hübsch übersichtlich angezeigt. Es gibt gut sichtbar sogar Vorschläge für andere passende Produkte. Die Produkte lassen sich dann über einen Layer zusätzlich in den Warenkorb packen. Leider fehlt ein "Kauf ich alles"-Button.

Beispiel Marc O`Polo:
Den "Kauf ich alles"-Button gibt es dafür bei Marc O`Polo, samt der Chance, dann noch mal einzelne Artikel zu entfernen. Leider aber finden wir die „Shop the Look“-Option nicht bei Einzelartikeln, sondern nur über die Kategorie "Look". Dort aber ist das sehr ansprechend gestaltet.

Beispiel Breuninger:
Auch bei Breuninger kommt man über einen weiteren Klick beim Einzelprodukt (längst nicht bei allen) zu den Outfits. Der Button könnte optisch etwas prominenter daherkommen. Die Gestaltung der „Shop the Look“-Seite ist dafür gleich doppelt "Hui". Erstens wegen der irre ausführlichen Darstellung der einzelnen Produkte. Zweitens, weil irre unübersichtlich, da wegen der Menge an Infos und Größe der Infokästen nicht alles auf eine Bildschirmseite passt.

Beispiel Tom Tailor:
Hier geht es bei den Textilien aus den "Fashionwelten" zum kompletten Look. Die zusätzlichen Angebote werden hier etwas komprimierter präsentiert. Auch hier fehlt ein "Packen Sie alles ein"-Knopf. Schade: „Shop the Look“ fehlt im klassisschen Sortiment. Gerade bei Bestsellern und Schnäppchen. Da ließe sich doch sicher Mehrumsatz generieren.

Beispiel van Graaf:
Das komplette Outfit, das gibt es auch hier nicht via Einzelartikel, sondern über den Bereich "Inspiration und Beratung". Das dort dann aber übersichtlich. Auch kann man alle gezeigten Artikel bis hin zu Accessoires zusammen wählen.

Die Frage, die am Ende der Varianten stehen dürfte: Was klickt besser? Und wer kann den ansprechendere Look kreieren=
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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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