So wird aus dem sterilen Webshop ein Markenerlebnis

So wird aus dem sterilen Webshop ein Markenerlebnis

Wenn man reichlich im Web einkauft, dann fällt einem vor allem auf: Man weiß zuweilen nicht mehr genau in welchen Shop man eigentlich ist und klickt sich mal so eben zum Warenkorb durch. Was vom Einkaufserlebnis hängen bleibt, ist bestenfalls die Simplizität des Shoppings. Emotion bleibt Mangelware. Denn unter der Maxime der Usability verkommen immer mehr Webshops zu sterilen Einkaufstätten. Dabei lässt sich Usability und Einkaufsspaß durchaus verbinden. Ein Muss. Denn nur durch das Mehr an E...

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
Teilen
Information mit leichter Hand

Das fängt beispielsweise bei einem einfachen Zugang zu Informationen und Einkaufshilfen an. Bei MeinPrivatkaffee von Tchibo, dort kann man seinen Kaffee selbst mischen, sorgt beispielsweise ein simpler Mouse-over dafür, weitere Infos zur Bohne zu erhalten und bietet somit einen reibungslosen Ablauf.

Mehr Dimensionen im Bild



Es ist nur eine Spielerei, ein kleines Detail - aber es macht Freude. Bei Mirapodo lassen sich Pumps und Co schon in der Vorauswahl der Artikelansicht mit einem Mouse-over drehen. Fast schon wie im Schuhregal, wo man einen Schuh mal kurz in die Hand nimmt, um ihn hin und her zu wenden.

Bewegtbild



Ganz sicher: Wenn alle schicke und hochauflösende Bilder liefern, dann wird Bewegtbild zum Produkt ein wichtiger Vorteil, um das Einkaufserlebnis realer zu gestalten. So gibt es bei Runners Point zu einigen Top-Produkten Erklärbär-Videos.

Gerade im Mode-Bereich bietet es sich da an, Models wie bei Saks Fith Avenue per Video über den Catwalk zu schicken.

Markeninszenierung



Schnell zu Ware, schnell zu Kasse. So lautet die Logik im E-Commerce. Dabei sieht die Realität online wie offline doch eher anders aus. "Ich will erst mal nur gucken", so lautet der wohl meistgehörte Satz im Laden. Also bietet Boss folgerichtig die Option "Shoppen" oder "Discover", letzteres dann mit reichlich viel Marketing aufgeladen. Auch im Shop gibt es erstmal ordentlich Markeninszenierung. Merke: Man kann Produkte verkaufen oder Produkte und ein Gefühl dazu.

Größere Bilder im Check-out



Sie kennen das als Kunde. Sie "stehen" im Warenkorb, checken noch mal schnell die Bestellung und fragen sich dann, sah das Teil wirklich so gut aus? Doch die Produktbilder erreichen bestenfalls eine Größe gegen die eine Briefmarke ein 18/1-Plakat ist. Boss macht das Bild im Warenkorb per Mouse-over größer. Danke.

Mehr Look zum Gucken



Eigentlich ein alter Hut, den aber kaum einer trägt: Lookbooks, Stylecreator zum Teilen und "Shop the Look"-Optionen. Kiomi, der Eigenmarken-Ableger von Zalando, nutzt gleich mehrere dieser Optionen für mehr Spaß am Einkauf.

Mehr Persönlichkeit

Nicht jeder hat so ein Glück wie Butlers und kann Stefan Raab als Testimonial von der Startseite lächeln lassen. Aber irgendein Gesicht würde man beim Einkauf schon gerne sehen, damit es im Shop menschelt. Spätestens auf der Seite "Über uns" sollte sich auch mal der Chef oder sein Team zeigen. Eine verkaufsorientierte Lösung hat Zalando aufgesetzt. In der Rubrik "Zalando Loves" geben Mitarbeiter, die natürlich auch mit Foto gezeigt werden, persönliche Klamotten-Tipps. Ausbaufähig.

Auf dem etailment-Summit 2.013 diskutieren wir in einem großen Block über mehr Emotionalität beim Einkauf und fragen Händler und Experten, wie sich mehr Gefühl realisieren lässt.
Teilen
OK
Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

Alle Beiträge
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

  • 10.800+ Abonnenten
  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.