
Captcha.eu: Bot-Schutz ohne Bilderrätsel
Mit Captchas, "digitalen Türstehern", schützen Unternehmen sich vor unbefugtem Zugriff, der schlimme Folgen wie Denial-of-Service-Angriffe (DoS) nach sich ziehen kann. Das Wiener Start-up Captcha.eu hat dafür eine Alternative zu Googles reCAPTCHA entwickelt, die die Privatsphäre von Nutzern stärker in den Blick nehmen soll. Etailment stellt Captcha.eu vor.
Nutzer müssen nicht selbst aktiv werden
In Österreich gehostet soll Captcha.eu eine europäische Alternative zu Googles ReCAPTCHA sein - und stärkeren Wert auf das Thema Datenschutz legen. So werden bei Captcha.eu keine personalisierten Nutzerdaten erhoben und keine Cookies gesetzt. Statt die Nutzer Rätsel oder Bilderkennungsaufgaben lösen zu lassen, arbeitet das System im Hintergrund und erkennt potenzielle Bedrohungen automatisch.
Das System analysiert das Nutzerverhalten anhand von über 100 "Signalen" und ist mittels maschinellem Lernen in der Lage, zwischen menschlichen Zugriffen und Bots zu unterscheiden, ohne auf invasive Datenerfassungsmethoden zurückgreifen zu müssen. Im Interview stellt Captcha.eu-Geschäftsführer Manuel Rostorfer das Start-up vor.Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Erinnert ihr euch an eure Jugend und die wöchentlichen Discobesuche, bei denen ihr immer vom Türsteher
nach eurem Ausweis gefragt wurdet? Wozu war das gut? Er kontrollierte, wer ihr seid, wie alt ihr seid und ob
der Ausweis echt oder gefälscht ist, bevor ihr eingelassen wurdet. Er wollte den Club „sauber“ halten und
sich an die Gesetze halten. Unsere Lösung ist das digitale Gegenstück. Wir agieren als Türsteher für eine Vielzahl von Webseiten, um die Betreiber und deren Nutzer vor unbefugtem Zugriff und Schaden zu schützen.
Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Unser Geschäftsmodell bei Captcha.eu basiert auf einer DSGVO-konformen Captcha-Lösung, die Websites vor Spam schützt und die Privatsphäre der Nutzer respektiert. Wir bieten Website-Betreibern eine große Auswahl an Plug-ins, um die Integration so einfach wie möglich zu gestalten, sowie faire Preise und erstklassigen Support für ein sicheres Online-Erlebnis.Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Unternehmen wie die deutsche gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Lekkerland, A1 Slovenija, MG, die Oesterreichische Nationalbank, Oekostrom sowie (teil-)staatliche Auftraggeber wie das Salzburger Land, Niederösterreich Werbung oder das Österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft in Österreich, um einen kleinen Auszug zu geben.
Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Wir freuen uns über jeden Neukunden, mit dem wir gemeinsam den Datenschutz und die Barrierefreiheit seiner Website nachhaltig und zum Wohle der Nutzer verbessern können, ob kleiner Blog, mittelständisches Unternehmen, Aktiengesellschaft oder Agentur.Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Wie sehr eine bewusste Hands-on-Betreuung zum langfristigen Erfolg beiträgt. Wir stellen unseren (potenziellen) Kunden schon beim kleinsten Plan eine Chatfunktion, ein Formular oder unsere direkten Mail-Adressen zur Kontaktaufnahme zur Verfügung und antworten in der Regel innerhalb kürzester Zeit. Das wird sehr geschätzt und stärkt die Kundenbeziehung.
Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Das 1. Jahr! Wir haben das erste Geschäftsjahr hinter uns und feiern unseren Geburtstag. Wir sind sehr dankbar für die vielen Kunden, die bereits auf unseren Schutz vertrauen und mit uns in die Zukunft gehen.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Der Cyber-Ritter in strahlender Rüstung - Wie ein österreichisches Start-up die Onlinewelt vor digitalen Drachen rettete!"
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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