
Cocoli will Designermöbeln ein zweites Leben schenken
Das Berliner Start-up Cocoli verkauft Designermöbel mit kleinen Schönheitsfehlern und will so dafür sorgen, dass weniger Einrichtungsgegenstände entsorgt werden. Der Onlineshop bietet Secondhand- und B-Ware und ist in nur drei Jahren auf beachtliche 350.000 Produkte angewachsen. Etailment hat mit Mitgründerin Greta Schindler über ihr Start-up gesprochen.
Wir verkaufen online Designermöbel, Lampen und Décor mit kleinen Schönheitsfehlern bis zu 70% unter dem Neupreis, prüfen dabei den Zustand und kümmern uns um den Versand.
Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Besser wohnen mit Cocoli: Kaufe und verkaufe Designermöbel einfach und schnell bei cocoli.com und spare Geld und wichtige Ressourcen für den Planeten.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir arbeiten mit großen und auch kleineren Möbelfirmen aus ganz Europa zusammen und haben bereits über 450 Designer-Marken online.Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Unser Ziel ist es, dass jede Person, die daran denkt, sich ein Möbelstück zuzulegen, für den Einkauf nicht nur die gängigen Möbelhäuser in Betracht zieht, sondern erstmal bei Cocoli.com reinschaut. Wir wollen normalisieren, dass beim Kauf auch an Secondhand gedacht wird, das ist ja z.B. beim Autokauf auch so. Es gibt sowieso schon genug Produkte auf der Welt, wir müssen nicht immer etwas Neues produzieren.
Am liebsten würden wir auch immer mehr Interior-Designer davon überzeugen, ebenfalls Möbel mit kleinen Schönheitsfehlern in ihren Projekten einzusetzen, dazu müssen wir aber noch ein bisschen Arbeit leisten und die Öffentlichkeit davon überzeugen, dass "Preloved"-Möbel genauso viel oder sogar noch mehr Freude bereiten als neue.
Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Der Möbelmarkt ist ein großer Umweltsünder: Allein in der EU landen jährlich 11 Millionen Tonnen Möbel auf dem Müll oder Sperrmüll. Zirkularität ist einer der Schlüssel zur Nachhaltigkeit und darauf basiert unsere Mission.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Letztes Jahr haben wir über 400 Tonnen CO2 durch die Wiederverwertung und den Weiterverkauf von Möbeln, Lampen und Home-Accessoires sparen können. Das wird sich dieses Jahr voraussichtlich verdreifachen, das motiviert das ganze Team.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Der Cocoli-Effekt: Secondhand wird zur ersten Wahl für die große Mehrheit der europäischen Möbelkäufer
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
Alle Beiträge