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Decommerce hilft Marken, mit ihrer Community direkt zu interagieren

Das Schweizer Jungunternehmen Decommerce hat eine Software entwickelt, mit der Firmen ihre Kunden direkt im eigenen Community-Space hosten und so deren relevante Verhaltensdaten in ihr CRM einspeisen können. Decommerce ist bereits das zweite Start-up von Allan Perrottet und Roy Bernheim, die zuvor die kollaborative Herrenunterwäschemarke TBô gegründet haben. Entstanden ist es aus der Erkenntnis, dass man über die Sozialen Medien nur einen Bruchteil der eigenen Community erreicht. Etailment st...

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Diese Kanäle bergen für Unternehmen jedoch Einschränkungen: Die Daten bezüglich Reichweite, Interaktion und Kundenverhalten sind bei den Plattformen zentralisiert. Firmen, die sich mittels Community-Building eine Kundenbasis erarbeitet haben, können nur schwer abschätzen, ob ein Post die eigene Community erreicht. Der Output der meist hohen Marketingausgaben ist deshalb kaum kontrollierbar.Die Erkenntnis, dass man auf Social Media nur zwei Prozent der eigenen Follower erreicht, hat bei Roy Bernheim und Allan Perrottet zu einem Umdenken in Sachen digitales Marketing geführt. Die beiden Schweizer sind Gründer des Direct-to-Consumer-Start-ups TBô, das nachhaltige Herrenunterwäsche vertreibt. Das Besondere: Die Produkte werden von der eigenen Community, die inzwischen 400.000 Nutzer umfasst, mit entwickelt.

Bis zu dreimal höhere Kundenbindung

Als "Alternative zu der Geldverschwendung in den Sozialen Medien" haben die beiden Gründer schon früh auf eine eigene Softwarelösung zum Management der Community gesetzt, um alle relevanten Verhaltensdaten der Nutzer selbst verwalten zu können.

Die Software wurde im Mai 2021 in den TBô-Webshop implementiert, wo sie nach Angaben der Gründer zu bis zu dreimal höheren Wiederkaufsraten führte.Inzwischen bieten die TBô-Gründer die Lösung auch anderen Unternehmen und Marken an. Für die Weiterentwicklung und Vermarktung wurde 2022 das Spin-off Decommerce lanciert. Eine zweistellige Zahl von Kunden aus der Schweiz, Deutschland und den USA setzt die Lösung nach Angaben der Gründer derzeit ein, darunter Anbieter aus dem E-Commerce, der Uhren- und Kosmetikbranche und aus dem karitativen Bereich.

Diese können damit das Engagement der Kunden auf der Website auswerten, die Kundendaten über Schnittstellen zum CRM verwalten und die Lösung in ihre Treueprpgramme integrieren. Auch die Suchmaschinenoptimierung läuft über die gleiche Software.Etailment sprach mit TBô-Mitgründer Roy Bernheim über die Decommerce-Lösung.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Mit der Decommerce-Software können Marken ihre Kunden direkt auf ihrer Webseite oder App hosten, engagieren und belohnen.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Ähnlich wie Facebook Groups, aber nach komplett eigenen Regeln und im eigenen Erscheinungsbild: Community und Marke können die Regeln selbst wählen. Die Teilnehmer entscheiden selbst darüber, wer Zugang zu Daten hat, wer wofür womit belohnt wird und wie das Forum aussehen soll.

Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir haben Kunden aus diversen Bereichen, zum Beispiel Luminox Swiss Watches, TBô Clothing oder Dustfade Gamin.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Unser Traumkunde ist Adidas.Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Nicht jeder ist Fan von Innovationen.

Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Eine Verdreifachung der Wiederkaufsrate für Marken, die Decommerce einsetzen.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?"Decommerce ermöglicht Marken der Zukunft ihr Geschäftsmodell - direkt, community-getrieben und fair"

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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