
J. Kinski: Brühen und Soßen mit ökologischem und sozialem Anspruch
Von Magdala in der Nähe von Jena aus verschickt das Start-up J. Kinski selbstgemachte Knochenbrühen, Saucen, Gewürze und Öle nach ganz Deutschland. Gekocht wird alles frisch und in Bio-Qualität in einer 64-Quaratmeter-Küche. 2022 erhielt das junge Unternehmen Bio-Preise vom Land Thüringen und von der EU. Neben dem ökologischen ist aber auch das soziale Engagement des Thüringer Start-ups mehr als nur schöne Worte - das geht bis hin zu Verpackung und Versand. Etailment stellt die Marke J. Kinsk...
Doch nicht nur die ökologische Produktion, sondern auch das soziale Engagement liegt dem Gründer am Herzen. So werden Verpackung und Versand der Produkte in einer Werkstatt der Lebenshilfe Gera von körperlich und geistig beeinträchtigten Mitarbeitern übernommen. Hauptvertriebskanal ist der eigene Onlineshop, daneben gibt es die Produkte inzwischen auch in diversen Bioläden, Fleischereien und Feinkost-Shops.Im Etailment-Kurzinterview stellt Jörg Daunke sein Start-up vor.
Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Wir stellen in Handarbeit Knochenbrühen, Soßen und Gewürzmischungen her, so wie Oma das früher gemacht hat. Also ganz klassisch mit langem Köcheln der Knochen zum Beispiel. Keine Chemie, moderne Rezepturen. Wir lieben die asiatische Küche, das wisst ihr ja, also haben wir uns in die Richtung was einfallen lassen. Aber Bio eben, ganz wichtig. Nachhaltigkeit bei der Herstellung erreichen wir durch ausgeklügelte Technik, die Ressourcen und Energie spart. Auch bei den verwendeten Zutaten schauen wir genau hin: Wo kommen die Bio-Zutaten her? Wie werden die Tiere gehalten? Werden faire Löhne bezahlt? Unser Team ist überschaubar, damit jeder mitgenommen wird, zehn Leute, die genau wie wir für die Sache brennen. Die Leute sollen zuhause gesund und gleichzeitig lecker kochen mit Hilfe unserer Lebensmittel. Ohne die ganzen Tricks der Lebensmittelindustrie geht es nämlich auch.
Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Die Thüringer Manufaktur J.Kinski produziert hochwertige Bio-Lebensmittel wie Knochenbrühen, Gewürzmischungen und Saucen mit asiatischer Ausrichtung. Nachhaltigkeit, Fairness und Tierwohl stehen an erster Stelle. Unser Motto: Lecker seit immer!Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Einzelne unserer Produkte sind bei Alnatura und Denns Biomärkten vertreten. Außerdem haben wir enge Partnerschaften mit Frischeparadies, Käfer Feinkost und Dallmayr. Eine besonders freundschaftliche Verbindung besteht zu Metzgereien wie Kumpel & Keule oder Fleischerei Meißner in Berlin – daher kommt auch viel Feedback der Kunden zurück zu uns, was für die Weiterentwicklung unserer Produkte sehr wertvoll ist. Am wichtigsten sind uns nicht zuletzt unsere Fans, die direkt im Webshop bestellen. Das macht den größten Teil unseres Umsatzes aus. Und zu diesen Fans besteht gleichzeitig eine enge Bindung, wo man durch E-Mails und Anrufe Rückmeldung zu Produkten bekommt, Zuspruch und auch mal Kritik. Das ist für uns die perfekte Mischung.
Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Im Gespräch sind wir mit einigen spannenden Bio-Lebensmittelketten und Großhändlern in Deutschland und Europa.Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Drum prüfe, wer sich ewig bindet….!
Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Wir konnten durch Prozessoptimierungen und Speziallösungen unseren Energieverbrauch um 70% senken.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Der im Bereich Bio-Asia-Lebensmittel führende europäische Hersteller J.Kinski hält bei gleichzeitig steigenden Millionenumsätzen seine Klimaneutralität und den sozialen Impact aufrecht"
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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