Vater legt Baby moderne Stoffwindel mit Klettverschluss in hellem Kinderzimmer an
© Black Forest Labs / Flux

Judes Family: Wickel-Alternative ohne Falten und Knöpfen

Wickeln ohne Einwegplastik, aber mit Klett wie bei Wegwerfwindeln: Das Münchener Start-up Judes Family will umweltbewussten Eltern den Alltag mit der "einfachsten Stoffwindel der Welt" erleichtern. Die Idee kam dem Gründerpaar Nele Schellschmidt und Leon von Klitzing kurz nach der Geburt ihres eigenen Sohnes. Im Etailment-Interview erzählen sie ihre Geschichte.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Auch Nele Schellschmidt und Leon von Klitzing waren, als ihr kleiner Sohn auf die Welt kam, schockiert von den Bergen an Müll, die durch Einwegwindeln entstehen. Das Thema beschäftigte sie so sehr, dass das Eltern- zum Gründerpaar wurde - und ein eigenes Wickelsystem auf den Markt gebracht hat. Im Etailment-Interview erzählen sie die Geschichte von "Judes Family".Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Als unser Sohn auf die Welt gekommen ist, gab es noch kein Stoffwindelangebot, das uns überzeugt hat. Viele Systeme waren entweder kompliziert, haben nicht dicht gehalten oder sie waren optisch nicht besonders ansprechend. Deshalb haben wir entschieden, das Produkt, das wir vermisst haben, einfach selbst zu produzieren – nämlich die einfachste Stoffwindel der Welt für moderne Eltern. Unser System ist fein aufeinander abgestimmt und die Anwendung ist sehr intuitiv: Die wasserdichte Außenwindel und die Innenwindel aus Bio-Baumwolle werden mit einem Klettverschluss geschlossen, ähnlich wie herkömmliche Einwegwindeln. In die Innenwindel wird das "Poo Paper" gelegt, das den Stuhlgang auffängt und nach der Nutzung in den Restmüll gehört.Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Judes Family aus München will Stoffwindeln alltagstauglich machen. Das Unternehmen produziert moderne, waschbare Windeln mit einfacher Handhabe für moderne Eltern. Judes werden von über 20.000 Familien genutzt und sind seit 2021 die meist empfohlenen Stoffwindeln Deutschlands.

Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Nicht nur die Judes Familys, auch viele Hebammen sind von Judes überzeugt und empfehlen uns an die Familien weiter, die sie betreuen. Wir haben eine extrem hohe Weiterempfehlungsrate unter zufriedenen Kunden – das sorgt für einen sehr hohen Vertrauensfaktor und ist natürlich die schönste Bestätigung für uns und gleichzeitig die größte Motivation, Judes kontinuierlich weiterzuentwickeln.Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Die meisten Eltern kaufen Windeln im Drogeriemarkt – Judes als wirklich nachhaltige, einfache und gesunde Alternative zu herkömmlichen Windeln bei Dm im Regal zu sehen, wäre ein riesiger Hebel, um noch mehr Familien zu erreichen.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Die wichtigste Erkenntnis war, dass es sehr gut möglich ist, Familie und Gründung zu kombinieren. Wir wollen viel Zeit mit der Familie verbringen und gleichzeitig ein erfolgreiches Unternehmen hochziehen – dafür haben wir das Start-up von Anfang an so aufgebaut, dass wir dadurch unser Leben so gestalten können, wie wir es uns vorstellen.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
20.000 – das ist die Zahl der zufriedenen Familien, die mit Judes wickeln. Damit ist Judes seit 2021 die meistempfohlene Stoffwindel im deutschsprachigen Raum.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Windelmüll europaweit drastisch reduziert dank innovativer wiederverwendbarer Windel von Judes Family

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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