Frau entnimmt plastikfreie Zahnputz-Tabs aus Braunglas in modernem Badezimmer
© Black Forest Labs / Flux

Natch: Alles für die plastikfreie Zahnpflege

Mit pflanzlichen Reinigungstabs will das Berliner Start-up Natch den Zahnpflegemarkt umkrempeln. Rezeptur wie Verpackung sind konsequent plastikfrei. Im Etailment-Interview spricht Mitgründer Norbert Meinike über sein Start-up und die lange Suche nach der richtigen Rezeptur.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Über den eigenen Onlineshop und vertreiben Gonzalez und Meinike vier Sorten Zahnputz-Tabs in wiederverwendbaren Braunglasflaschen sowie Nachfüllpackungen aus Papier. Ebenso wie die Tabs kann auch die selbstentwickelte Bambus-Zahnbürste im Abosystem bestellt werden.An den Rezepturen haben die Gründer, die vor wenigen Wochen in der Vox-Show "Die Höhle der Löwen" zu Gast waren, mehrere Jahre lang getüftelt. Denn die Zahnputz-Tabs sollten einerseits nur rein natürliche Inhaltsstoffe in Bio- bzw. Lebensmittelqualität enthalten, dabei aber alle Funktionen herkömmlicher Zahnpasta erfüllen. So wurde Fluorid durch Calcium-Hydroxylapatit zur Kariesbekämpfung und Remineralisierung der Zähne ersetzt, als Bindemittel dient Guarkernmehl.

Im Etailment-Kurzinterview spricht Norbert Meinike über die Gründung von Natch und die lange Suche nach der richtigen Rezeptur.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Weisst du noch Mama, du hast immer die Krise bekommen, wenn ich als Kind die Zahnpasta tubenweise gegessen hab. Soll man ja nicht wegen dem Fluorid und den anderen synthetischen Zutaten. So Mama, jetzt haben wir eine Zahnpasta erfunden, die so rein und natürlich ist, dass Runterschlucken kein Problem mehr ist. Und obendrein macht die Natch-Zahnpasta so viel Spaß, dass man sich richtig aufs Zähneputzen freut.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Gesund beginnt im Mund mit der innovativen Zahnpasta von Natch. Nachhaltig und dabei super lecker, vereint Natch die Superkräfte von Mutter Natur in einer Zahnpasta-Tablette. Frei von aggressiven Inhaltsstoffen und Plastik wollen wir unsere Mitmenschen zu einem gesunden & nachhaltigen Lebensstil inspirieren.Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Zehntausende Kunden, die uns sehr am Herzen liegen. Zahnärzte und Zahnhygieniker aus der ganzen Welt. Ausgewählte Apotheken wie z.B. die Saint-Charles-Apotheken in Wien und Berlin, die Kollwitz Apotheke und einigen weitere, im Schloss Elmau und im Soho House Berlin. Etliche B2B-Partner und unsere Angel-Investoren.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Mit Wholefoods in den USA.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Gut Ding braucht Weile. Es gab keine Beispiele für wirklich überzeugende und leckere Zahnpasta-Tabs auf dem internationalen, bestehenden Markt. Also haben wir unsere eigene Rezeptur entwickelt ohne Kompromisse bezüglich Geschmack, Gesundheit, Nachhaltigkeit und Look & Feel einzugehen. Es hat fünf Jahre gebraucht, um diese einzigartigen Zahnpasta-Formeln in all ihrer Konsequenz herzustellen, und wir optimieren heute noch.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
6.000 Neukunden in 3 Tagen zusammen mit der Deutschen Telekom. Im August 2023 haben wir eine exklusive Partnerschaft mit Magenta Moments, dem Bonusprogramm der Deutschen Telekom durchgeführt. Dabei gab es eine große und eine Mini-Natch-Flasche gratis. Telekom-Nutzer bestellten mit Code und zahlten €3,90 für den Versand.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Natch übernimmt Colgate und stellt mit sofortiger Wirkung die Herstellung herkömmlicher Zahnpasta in Plastiktuben ein.

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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