Frau füllt nachhaltiges Reinigungspulver in wiederverwendbare Sprühflasche in moderner Küche
© Black Forest Labs / Flux

Pulver-Start-up Blaue Helden: Nachhaltiger putzen

Mit Nachfüllprodukten in Pulverform will das junge Unternehmen Blaue Helden aus dem hessischen Bad Homburg nicht nur Plastik sparen, sondern auch die CO₂-Bilanz von Putz- und Körperpflegemitteln verbessern. Die Produkte sind inzwischen u.a. bei DM, Edeka und Kaufland gelistet. Etailment stellt das Start-up vor.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
3 Min.· Aktualisiert am
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Sie sollen aber nicht nur Plastik bei Verpackung und Inhaltsstoffen vermeiden - das geringe Transportgewicht der Nachfüllpäckchen leistet außerdem einen Beitrag zur Verringerung der CO₂-Emissionen.Vor wenigen Wochen hat Blaue Helden eine neue Finanzierungsrunde über sechs Millionen Euro bekanntgegeben. Bislang vertreibt das hessische Start-up zwölf Produkte (Putzmittel, Handseife, Duschgel) über den eigenen Onlineshop und Handelspartner, zu denen DM, Edeka, Kaufland, Migros und Rewe zählen.

Bisher ist es nur in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten, will aber noch 2023 drei neue Märkte in Osteuropa erschließen. Auch der Ausbau des Produktportfolios steht auf der Agenda. Im Etailment-Interview stellt Gründer Christoph Heeren das Start-up vor.Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Blaue Helden stellt nachhaltige Reinigungs- und Körperpflegeprodukte zum Nachfüllen her, die genauso leistungsstark und erschwinglich wie herkömmliche Produkte sind.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Wir sind mit unseren umweltfreundlichen Nachfüllprodukten Treiber für nachhaltiges Konsumentenverhalten und stehen für pragmatische Nachhaltigkeit ohne Kompromisse, ohne Aufwand und ohne Aufpreis. Unser Ziel ist eine plastikfreiere Welt mit deutlich reduzierten CO₂-Emissionen.

Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Unsere Nachfüllprodukte gibt es inzwischen in über 5.000 Drogerie- und Einzelhandelsfilialen (DM, Rewe, Edeka etc.) in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Zudem betreiben wir einen eigenen Onlineshop und sind auch bei einschlägigen E-Commerce-Händlern wie Amazon gelistet.Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Wir möchten in den kommenden Jahren verstärkt ins Ausland expandieren und fänden es daher klasse, neue (Handels-)Partner in unseren Nachbarländern zu gewinnen. Außerdem haben wir mit Barbara Schöneberger bereits eine starke Markenbotschafterin gewinnen können und würden uns freuen, weitere Kooperationen mit bekannten Influencern einzugehen.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Um mit einem nachhaltigen Konzept wie unserem erfolgreich die breite Masse zu erreichen, bedarf es umweltfreundlicher Produkte, die genauso effektiv und zugleich nicht teurer sind als herkömmliche Produkte. Für das Gros der Konsumenten ist die Umweltfreundlichkeit eines Putzmittels ein „Nice-to-Have“, während die Reinigungskraft und der Preis „Must-Haves“ sind.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Wir haben seit unserer Gründung im Jahr 2020 bereits mehr als 5 Millionen Produkte verkauft und damit gemeinsam mit dem Handel und den Konsumenten einen großen Beitrag zur Reduktion von Einwegplastik und CO₂-Emissionen erzielt. Mit jedem verkauften Blaue-Helden-Produkt kommen wir unserer Vision von einer plastikfreieren Umwelt näher. Das spornt uns an!

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
"Wie ein Start-up vor 5 Jahren den Anstoß zu plastikfreien Putz- und Waschmittelregalen gab und damit eine ganze Industrie revolutionierte"

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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