
Save Strike: die Save-now-buy-later-App
Das Berliner Start-up Save Strike will nichts weniger als eine neue Herangehensweise an das Onlineshopping etablieren. Seine App ermöglicht es Wunschlisten zentral zu erstellen und zu verwalten und bietet alternative Zahlungsmodelle mit Sparplänen und Tools zur Erreichung von Sparzielen. Das Ansparen auf einen Wunschartikel soll so auch Spaß machen - und die App insbesondere jungen Verbrauchern bewusstere Kaufentscheidungen ermöglichen.
Sparen mit Unterhaltungswert
Hierzu haben sie ein alternatives Zahlungsmodell mit automatisierten Sparplänen und ausgeklügelten Tools zur Erstellung und Verfolgung von Sparzielen entwickelt. Konkret funktioniert das so: App-Nutzer können jedes online verfügbare Produkt in ihre Sparziele aufnehmen und dann mit monatlichen Zahlungen darauf ansparen. Im Gegenzug erhalten sie Rabatte und Cashback-Deals.
Das Sparen wird so zu einem Spiel, bei dem jeder gesparte Euro Punkte bringt, die später wiederum für Belohnungen eingetauscht werden können. Die Partner-Händler sollen von einer verbesserten Kundenbindung und einem geringeren Ausfallrisiko profitieren.
Im Etailment-Interview verrät Mitgründer Konrad Krappen, mit welchen Handelsriesen Save Strike gerne noch ins Geschäft kommen würde.Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Ich würde sagen: Liebe Mami, jedes Jahr bittest du mich vor Weihnachten um meine Wunschliste. Wäre es nicht besser, wenn du die Liste online abrufen könntest? So müsstest du meine Wünsche nicht mehr aufwendig im Netz suchen. Wenn du meine Save-Strike-Wünsche, nachdem ich sie mit dir geteilt habe, in der App öffnest, kannst du dir meine Lieblingsprodukte anschauen und das richtige Geschenk aussuchen.
Außerdem sagst du doch immer, dass dich die ganzen offenen Tabs und Screenshots auf deinem Handy nerven und du viele Produkte, die dich eigentlich interessieren, nicht mehr wiederfindest, weil du sie nicht direkt bestellt hast. Also Save Strike runterladen, Artikel mit einem Klick abspeichern und den optimalen Überblick erlangen!
Und wenn du am Sonntagmorgen mal am PC sitzt, hier geht der Spaß auch! Egal, in welchem Onlineshop du unterwegs bist, mit der Chrome Extension kannst du jeden Artikel speichern.
Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Grundsätzlich sind 98% der Onlineshopper nicht kaufbereit, obwohl sie an Produkt und Marke interessiert sind. Hier bietet Save Strike die Lösung. Bis dato gab es für Onlineshopper zwei Optionen, das Kaufen des Artikels oder Verlassen der Seite. Nun können sie, egal an welchem Standort und zu welcher Zeit, jeden Artikel wiederfinden, indem sie auf die Save-Strike-App klicken.
Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
Wir haben bereits über 200 Partnershops und mehrere Tausend Nutzer, die von unserer Lösung überzeugt sind.
Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Mit großen Händlern wie Zalando, Ikea und Otto.Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Die Welt des Onlineshoppings wird immer chaotischer, vielfältiger und impulsiver, was ein gesellschaftliches Problem von Konsumschulden mit sich bringt, dessen Ausmaß noch größer ist als zu Gründung erwartet. Dieses komplexe Problem erfordert eine Lösung, die den bewussten Konsum fördert, die Freude am Onlineshopping aber nicht nimmt, sondern anderweitig ausdehnt.
Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?
Auf die Anzahl unserer Daily Active User, die Save Strike als ihren zentralen Ort nutzen, an dem sie Käufe planen und realisieren.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Shoppt noch jemand ohne Save Strike?
Redakteurin
Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.
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