Frau spielt entspannt ein Handyspiel auf einer Parkbank im Tageslicht
© Black Forest Labs / Flux

Tabbler: Werbespiele ohne Anzeigen und Videos

Verbraucher lieben Handyspiele - sind aber meist genervt von Anzeigen und aufpoppenden Werbevideos. Das Hamburger Start-up Tabbler will das Werbepotenzial von mobilen Spielen auf andere Weise heben - mit maßgeschneiderten Mobile Games (iOS und Android) für Markenkunden aus Industrie und Handel. Etailment stellt Tabbler vor.

USUlrike Sanz GrossónRedakteurin
4 Min.· Aktualisiert am
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Tabbler ist eine Ausgründung der Applike group, einer weltweit aktiven App-Plattform, die unter anderem von Bertelsmann finanziert wird, und soll mit Brand Games eine neue Medienkategorie für Werbetreibende in der Konsumgüterindustrie schaffen.

Kunden zahlen pro Installierung

Das Start-up kann auf auf Technologien, Plattformen und Know-how der 400 Mitarbeiter großen Applike group zurückgreifen und Kunden nach eigenen Angaben so die Vermarktung an ein Millionen-Publikum garantieren. Über einen Cost-Per-Install-Ansatz könne Tabbler seinen Kunden darüber hinaus Reichweite mit geringem Risiko anbieten.

Im Rahmen der OMR-Konferenz 2024 hat Tabbler für Kaufland und die schwedische Marke Vitamin Well das mobile Adventure-Spiel “OMRunner” (iOS, Android) entwickelt, bei dem Spieler u.a. die Möglichkeit hatten, Gutscheine in einer der OMR ähnlichen Umgebung zu sammeln.Im Etailment-Interview stellt Tabbler-Geschäftsführer Felix Harms das Start-up vor.

Mal ehrlich und ohne Buzzwords: Wie würden Sie Ihren Eltern das Start-up erklären?
Wir entwickeln gemeinsam mit Marken, die Produkte oder Dienstleistungen an Konsumenten verkaufen, Spiele für Smartphones, die den Spielern Spaß bereiten und parallel dazu ein perfektes Umfeld für Werbung verschiedener Arten bringen. Das kann ein Treueprogramm sein oder ein Gutschein für ein bestimmtes Produkt. Bei Kosmetikunternehmen besteht beispielsweise die Möglichkeit, dass sich Spieler kostenlose Proben erspielen.

Wie beschreiben Sie Ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet (280 Zeichen)?
Der Mobile-Games-Markt bietet bisher ungenutzte Chancen für Unternehmen, mit ihrer Werbung eine kaufkräftige Zielgruppe anzusprechen. Mobile Spiele werden anders als Roblox oder Fortnite von jeder Altersschicht genutzt. Unsere Zielgruppe sind jegliche Konsumentenmarken, wie Softdrinks, Beautybrands oder Händler.Welche Unternehmen/Kunden konnten Sie bereits überzeugen?
In jüngster Vergangenheit haben wir für Kaufland und Vitamin Well das „OMRunner“-Game im Rahmen der OMR-Messe in Hamburg umgesetzt. Außerdem lieferten wir für die Beauty- und Skincare-Marke Dermalogice ein Mobile Game im Kontext der Cannes Lions.

Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Für uns wäre es ein großer Erfolg, wenn wir in Zukunft ein oder auch mehrere Mobile Games gemeinsam mit Coca-Cola entwickeln könnten. Diese Marke bietet großes Potenzial für verschiedene Spiele.

Was war die wichtigste Erkenntnis seit dem Start?
Uns ist sehr schnell klar geworden, dass wir im ersten Schritt viel Education leisten müssen. Marken haben mit der Zeit zwar verstanden, dass Gaming ein Thema ist. Allerdings haben die wenigsten Unternehmen eine Ahnung, wie sie das Thema für sich nutzen können. Wir helfen den Marken dabei, sammeln Marktdaten und begleiten die Brands von der Idee bis zum Spiel mit einer garantierten Reichweite. Außerdem haben wir erkannt, wie groß der Impact von Mobile Games wirklich ist. Wir haben damit einen Einfluss darauf, wie die Leute im echten Leben handeln.Auf welche Erfolgszahl sind Sie besonders stolz?

Im Gegensatz zu anderen Mediaformen wie TV oder Social Media haben wir mit Mobile Games eine einzigartig hohe Engagement-Rate. Je nach Spielgenre sind dies bis zu 60 Minuten und mehr. Die Spieler interagieren somit für eine lange Zeit direkt mit den Inhalten der Marke.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne in fünf Jahren über Ihr Start-up in einer Wirtschaftszeitung lesen?
Wie L'Oréal mit dem eigenen Mobile Game einen Werbe-Coup landet

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Geschrieben vonUlrike Sanz Grossón

Redakteurin

Ulrike Sanz Grossón schreibt seit 2017 auf etailment.de über die digitalen Konzepte großer und kleinerer Einzelhandelsunternehmen. Die studierte Germanistin und Amerikanistin war journalistisch zunächst als freie Mitarbeiterin in der Lokalredaktion der "Taunus-Zeitung" (Frankfurter Neue Presse) und bei "Horizont" tätig. Es folgte das Volontariat bei der "Lebensmittel Zeitung". Seit 2003 schreibt sie als Redakteurin für verschiedene Publikationen des Deutschen Fachverlags.

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