Inspora - Ist eine KI mit Modegeschmack der bessere Influencer?

Inspora - Ist eine KI mit Modegeschmack der bessere Influencer?

Modetipps können von Styling-Experten kommen, von Influencern oder von einer Künstlichen Intelligenz, die per Chatbot weiter hilft. Hinter der KI steht das Berliner Start-up Inspora. Deren Modeberatung reüssierte bislang erfolgreich im englischsprachigen Raum. Nun spricht die KI auch deutsch. Wie Inspora Mode in das Messaging-Zeitalter katapultieren will, erklärt Mitgründer und CEO Willi Ibbeken.

OKOlaf KolbrückChefredakteur
3 Min.· Aktualisiert am
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Inspora wurde mit dem EXIST-Gründerstipendium unterstützt. Ex-Porsche-Vorstandschef Wendelin Wiedeking Mal investierte. Aber wie würden Sie ihren Eltern das Start-up erklären?

Willi Ibbeken: Früher habt ihr mir die Kleidung ausgesucht und rausgelegt. Heute macht das Inspora. Inspora ist eine digitale Modeberaterin, mit der ich wie bei WhatsApp chatten kann und die mir dabei hilft, immer die passende Kleidung zu shoppen, zum Beispiel für mein nächstes Date, Bewerbungsgespräch oder Familientreffen. Allerdings: Inspora ist gar kein Mensch, sondern eine selbstlernende künstliche Intelligenz - wie Siri oder Alexa, nur mit Modegeschmack. Ihr Modewissen hat Inspora von zahlreichen menschlichen Modeberatern gelernt und kann mich so blitzschnell und kompetent beraten.

Wie beschreiben Sie ihr Geschäftsmodell einem möglichen Partner in einem Tweet?
Online-Modeshops! Die Riesenauswahl bei euch macht es fast unmöglich, das Richtige zum Anziehen zu finden. Inspora ändert das und bringt euch mehr Sales, indem sie eure Kunden in personalisierten 1:1-Chats durch den Einkaufsprozess führt. Okay, für den besonderen Vorteil, den USP bekommen Sie hier einen weiteren Tweet Platz:
Inspora ist die erste Lösung mit einer speziell für Mode optimierten KI und Chatbot-Technologie, die bei Stilfindung, Produkt- und Outfitsuche sowie Checkout hilft – automatisch, leicht einzubinden und in hunderttausenden bereits absolvierten Chats bewährt. Welche Unternehmen konnten Sie bereits überzeugen?
Gestartet sind wir mit kleineren Fashion-Brands. Mittlerweile arbeiten wir mit einem bunten Mix an Fashion-Brands und Retailern jeder Größe und Zielgruppe zusammen. Der englischsprachige Chatbot soll bereits bis zu 20.000 Chats am Tag führen Die meisten der schon 40.000 Nutzer kamen bislang aus den USA. Mit wem würden Sie gerne ins Geschäft kommen?
Wir wollen das enorme Potenzial von Conversational Commerce für die gesamte Modeindustrie einfach nutzbar machen und uns als weltweit erste Conversational-Commerce-Plattform für Mode weiter ausbauen. Da versteht es sich von selbst, dass wir mit Fashion-Brands und Retailern jeder Größe gerne ins Gespräch kommen. Ausprobieren können potenzielle Partner Inspora übrigens auf inspora.com/business.Was war das wichtigste Learning seit dem Start?
Conversational Commerce gehört nicht nur auf Messaging-Plattformen, sondern auch direkt auf die Webseiten der Shops. In Gesprächen mit Fashion-Brands und Retailern wird immer wieder deutlich: Traditionelle Filter sind viel zu statisch und holen den Shopper nicht optimal ab. Wer nicht abspringt und sich durchklickt, wird meist mit einer unübersichtlichen Anzahl an Resultaten alleingelassen. Das frustriert und ist schlecht für das Geschäft. Die Shops sehen bei uns im Messenger die guten Click- und Conversion-Rates und wollen das auch für ihren Shop.

Und was haben sie daraus gemacht?
Kurz über die vielen Anfragen gefreut, die uns in unserer Richtung bestätigen und uns dann an die Arbeit gemacht. Wir haben die Erfahrung aus unserem bestehenden Facebook-Messenger-Produkt und hunderttausenden geführten Chats mit den besonderen Anforderungen von Fashion-Brands und Retailern zusammengeführt. Nun bieten wir Inspora auch als White-Label-Lösung zur einfachen Einbindung in alle Fashion-Webshops an.

Auf welche Erfolgszahl(en) sind Sie besonders stolz?
Über 1 Million Produktempfehlungen, 68% Steigerung der Sales-Conversion-Rate und 76% höhere Wiederkaufrate mit Inspora.

Welche Schlagzeile würden Sie gerne über ihr Start-up 2020 in einer Wirtschaftszeitung lesen?
„Auf Wachstumskurs: Warum immer mehr Online-Shops auf Inspora als digitalen Kundenberater setzen.“

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Geschrieben vonOlaf Kolbrück

Chefredakteur

Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

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