
Striche sorgten für Revolution an der Kasse
Der Barcode wird dieser Tage 35 Jahre alt. Im kommenden Jahr bekommt er mit dem GS1 DataBar einen kleinen Bruder, der auch Obst und Kleinkram kassentauglich machen soll.
Das neue System, das das Technologieunternehmen NCR im Frühjahr 1974 als erster Hersteller auf der Super Market Institute Ausstellung vorgestellt hatte, revolutionierte die Abläufe im Einzelhandel: Das Einlesen der Strichcodes beschleunigte die Kassenzyklen und gab dem Händler mehr Informationen an die Hand, die zum Beispiel für die Inventur, Kundenbindungsprogramme oder andere Vorgänge genutzt werden können.
Deutschland zog 1977 nach
In Deutschland einigten sich Handel und Industrie 1977 auf eine gemeinsame Sprache – die „European Article Number“ oder kurz EAN-Barcode, der dann am 1. Juli eingeführt wurde.
Auf dem deutschen Markt sind heute 98 Prozent der Lebensmittel und rund 80 Prozent der Nonfood-Produkte mit einem Barcode versehen. Dabei nutzen etwa 130.000 Unternehmen den Barcode; weltweit sind es rund eine Million.
Die Hersteller arbeiten dabei mit der Global Standards Community zusammen, der die GS1 (Global Standards One) voransteht. Die Organisation ist für die Vergabe der EAN-Codes zuständig und gestaltet globale Standards, die die Wertschöpfungsketten verbessern sollen. Die Organisation ist zudem weltweit für die Vergabe der EAN-Codes zuständig.
Barcode bekommt bald einen kleinen Bruder
Vom 1. Januar 2010 kommt der „kleine“ Barcode in den Handel, der so genannte GS1 DataBar. Er soll sich vor allem zur Kennzeichnung sehr kleiner und auch offener Produkte wie Obst und Gemüse, aber auch Kosmetik- oder Schmuckartikel und sogar zur Auszeichnung von Fleisch und Käse Frischetheke eignen.
Redakteurin
Sybille Roemer kennt als Redakteurin der afz – allgemeine fleischer zeitung die Herausforderungen der Digitalisierung in Metzgerei und Einzelhandel. Der Autorin der Fachbücher "Praxisführer E-Commerce" und "Erfolgsfaktor Online-Handel" und Dozentin an der Philipps-Universität Marburg ist wichtig, stets die Kundenperspektive im Blick zu haben: Digitalisierung sollte kein Selbstzweck sein, sondern Vorteile für alle Beteiligten bringen.
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